Passend zur Weltmeisterschaft, bei der die Telekom viele Millionen in Fernsehrechte investiert, muss der Telefonprovider Herrschings frustrierte Handykunden vertrösten. Wie der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung mitteilte, gab die Telekom zu, dass Herrsching beim Handyfunknetz „nicht gut versorgt“ sei. Seit Carlas Kaffeeehaus abgerissen worden und mit dem Haus auch die Funkantenne auf dem Dach verschwunden sei, gebe es Probleme mit dem Handyempfang. Die Gemeinde bemüht sich jetzt, Ersatzstandorte für Antennen auf gemeindeeigenen Liegenschaften zu finden. Allerdings, so Schiller, gebe es einen alten Grundsatzbeschluss des Gemeinderates, dass von gemeindlichen Dächern kein Elektrosmog ausgehen dürfe. Bevor in allen Taschen ein Smartphone steckte, hatten viele Leute Angst vor schädlicher Strahlung. Seit aus den Mobiltelefonen elektronische „Lebensmittel“ wurden, scheint diese Angst verschwunden zu sein. Schiller deutete an, dass man den Grundsatzbeschluss des damaligen Gemeinderates überdenken müsse.
Auch zum Glasfasernetz in Herrsching gibt es schlechte Nachrichten von der Telekom. Bisher galt das Versprechen des Telefonkonzerns, dass der Anschluss an Glasfaser-Verbindungen in Herrsching bis 2028 abgeschlossen sein sollte. Nun sei der Zieltermin für den kompletten Glasfaseranschluss auf 2030 bis 2035 verschoben worden. Immerhin gibt es für Firmen einen Trost: Sie können einen eigenen Glasfaseranschluss beantragen – auf ihre Kosten.



