Ist Herrsching bald so sauber wie Singapur?

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Für Raucher bot die Aktion "Kipp it clean" einen ambulanten Aschenbecher zum Kauf an. Rita Mulert, Ela Bauer, Uli Spindler und Almut Albert präsentierten das Gift-Case beim großen Festumzug zur 1250-Jahrsfeier Foto: Gerd Kloos

Wenn am Montagabend um 19 Uhr der Gemeinderat zur monatlichen Sitzung zusammenkommt, wird er sich mit einem Antrag für ein „kippenfreies Herrsching am Ammersee“ auseinandersetzen müssen.

Stellen werden ihn die Aktivistinnen Almut Albert, Ela Bauer und Uli Spindler, die schon zur 1250-Jahrfeier der Gemeinde die Aktion „Kipp ist clean“ gestartet haben. Dort boten sie auf dem Umzug ihre kleinen, mitnehmbaren Aschenbecher an. Mit denen soll wenigstens die Natur vor Zigarettenstummeln bewahrt werden, wenn schon nicht die Raucher (und Passivraucher) vor Folgeerkrankungen ihres Lasters. Sicher wird die Ammerseegemeinde niemals ähnlich harte Strafen wie Singapur verhängen – wer in dem Stadtstaat Zigarettenstummel nicht sachgerecht entsorgt, zahlt empfindliche Geldstrafen. Aber sauberere Straßen wären doch auch in Herrsching ein Gewinn, oder nicht?

Außerdem auf der Tagesordnung: Der Seniorenrat möchte einen öffentlichen Platz (Oase) im Gewerbegebiet schaffen. Die CSU-Fraktion wird eine „koordinierte Vergabe von Veranstaltungsflächen im Bereich des Seesportplatzes“ beantragen. Der erneuten Aufstellung eines Riesenrads, wie erstmalig zum Gemeindejubiläum im Juni, hat der Gemeinderat bereits zugestimmt (wie berichtet). Die 17er Oberland GmbH wird einen Vorschlag zur Errichtung von Ladesäulen unterbreiten. Die Gebührensatzung des Gemeindekindergartens Johannes A. Wunder soll geändert werden und der neue Breitbrunner Waldkindergarten „Biene & Bär“ möchte Bericht erstatten. Wer der Gemeinderatssitzung beiwohnen will, sollte sich angesichts des straffen Programms auf einen längeren Abend einstellen.

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