Sekunden nach dem Jubelschrei der Königin der Fischerstecher, Sabrina Bennett, spendete der Himmel einen seltenen Genuss: Es goss, als stünde der Ammersee auf dem Kopf. 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zur „inoffiziellen Weltmeisterschaft der Fischerstecher“ beim Schlossgartenfest vor dem Kurpark angemeldet. Die beiden Zillen-Boote vom ausrichtenden Verein d’Herrschinger und vom Seehof hatten lange Ausleger im Bug, auf denen die Ritter mit ihren gepolsterten Lanzen balancierten. Gestoßen werden durfte nur zwischen Rumpf und Gürtellinie. Alexander Tropschug, Voice of Herrsching, kommentierte launisch die feuchten Kämpfe. Besonders herausgefordert fühlte er sich bei der Teufelin Sabrina, die alle Männer abräumte, als wären sie Kegelfiguren. Besonders pikant, als sie gegen ihren Ehemann Christopher Bennet antrat und ihn prompt ins Wasser schickte. Viele Recken auf dem Schwebebalken hatten sich Kampfnamen zugelegt. So trat Antoine Pelletier als D’Artagnan an, Marcel van Bovert nannte sich Käpt’n Kenter, Karl Sender machte sich als Killer-Kalle Mut, Lukas Brown war The Hound, Janik Traunspurger war der JT Discoficker, Marius Schölch die Mücke und Feuerwehrmann Leon Wastian war MayDay. Teufelin Sabrina jedenfalls kann jetzt mit ihrem Siegerscheck im Bräuhaus Herrsching mit Family fürstlich essen. Ihr Mann wird sich dann mit ein paar Bier zu trösten wissen, dass er gegen seine Frau verloren hat.
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