Es klang tapfer wie der Spruch vom Apfelbäumchen, das Luther auch einen Tag vor dem Weltuntergang pflanzen würde: Der Klassensprecher der 10b des Herrschinger Gymnasiums, Nils Köpke, sagte bei Herrschings jüngster Baumpflanzung: „Auch wenn in Herrsching große, alte Bäume gefällt werden, wollen wir von der Klasse 10b mit unserer Weißbuche ein Zeichen setzen.“ Den gut fünf Meter großen Baum hatte die Klasse aus der Klassenkasse gestiftet. Das Geld stammt vom Crepe-Verkauf beim Tag der offenen Tür im Gymnasium. Am Mittwoch hatten Männer des Gemeinde-Bauhofs den Jungbaum eingepflanzt. Organisiert hatte die Baumspende Pro-Natur-Aktivistin Uli Spindler, den Baum besorgte der ehemalige Herrschinger Landschaftsarchitekt Konrad Herz. Der formlosen Einpflanzung wohnten auch Bürgermeister Schiller und Bauamtsleiter Gerweck bei. Das Gymnasium vertrat die Verbindungslehrkraft Sahra Klose. Klassensprecher Köpke wurde von seiner Klassenkameradin Lilly Fiegert unterstützt. Es war nur ein kleiner Schritt fürs Ortsklima, aber es war eine wunderbare Idee der 10b.
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