Die „Kleider" sind der neuen Klinik zu klein, glaubt FDP-Gemeinderat Johannes Puntsch. Foto: Gerd Kloos

Ist die neue Klinik zu groß für das kleine Grundstück?

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Die neue Klinik Herrsching-Seefeld hat die erste Hürde im Gemeinderat genommen. Die Räte haben die vorgelegten Pläne wohlwollend aufgenommen. Nur Gemeinderat Johannes Puntsch (FDP) stimmte dagegen. Er sieht eine städtebauliche Chance vertan. Und er kritisiert im Gespräch mit herrsching.online die 90-prozentige Versiegelung des 10 000 Quadratmeter großen Grundstücks.

herrsching.online: Sie haben in der Gemeinderatssitzung als Einziger gegen die vorgestellte Planung für eine neue Klinik gestimmt. Warum?

Puntsch: Die Architekten haben ja noch keinen richtigen Entwurf vorgestellt. Sie haben ja nur für den Bebauungsplan die Baumasse dargestellt. Angesichts der notwendigen Größe dieser Klinik wird’s ganz schön eng auf dem Grundstück.

herrsching.online: Warum ist das Grundstück schwierig? Der Acker ist doch flach und noch weitgehend ohne Nachbarn.

Puntsch: Das Grundstück ist L-förmig. Und wenn sie 90 Prozent der Fläche überbauen, wäre das eine Grundflächenzahl von 0,9. GRZ ist das Verhältnis von versiegelter Fläche zum Grundstück. In der Baunutzungsverordnung ist aber von maximal 0,8 die Rede. Das bedeutet, dass den Planern das Grundstück viel zu klein ist.

herrsching.online: Von Seiten der Starnberger Kliniken GmbH wurden im Vorfeld viel größere Grundflächen ins Spiel gebracht. Da sind doch 10 000 Quadratmeter bescheiden? Geht der Landkreis nicht sparsam mit Flächen und Steuergeld um?

Puntsch: Das Problem ist das Grundstück. Es erfüllt keine städtebaulichen Anforderungen. Man hat nun mal zufällig dieses Grundstück. Mit diesem Entwurf ist keine städtebauliche Entwicklung für das ganze Gebiet möglich. Ich sehe auch keine Freiflächen, die man bei einem Klinikgebäude erwarten würde. Was ist zum Beispiel mit Schwesternwohnheimen im Umfeld? Hier wurde zu kurz gesprungen. Mein Kollege Christoph Welsch hat ja im Gemeinderat schon moniert, dass die Abstandsflächen nicht eingehalten werden können. Normalerweise muss man mit dem Gebäude so weit weg von der Grundstücksgrenze, dass der notwendige Abstand auf dem eigenen Grundstück möglich ist. Gravierender ist für mich, dass die Versiegelung größer ist, als es die Baunutzungsverordnung zulässt.

herrsching.online: Weniger Versiegelung würde aber ein größeres Grundstück voraussetzen. Der Landrat war wahrscheinlich froh, dass er die 10 000 Quadratmeter zusammenkratzen konnte.

Puntsch: Ja, man hat leider keine anderen Grundstückseigentümer dafür begeistern können, Grund im Sinne einer besser situierbaren Klinik abzugeben. Das Ergebnis ist, dass die armen Planer, die das mit Sicherheit sehr gut machen und sehr gut können, auf engem Raum einen Bau verwirklichen müssen. Ich bin der Meinung, dass die Klinik ähnlich reingebatzt ist wie das Gymnasium.

herrsching.online: Welche Gründe sprechen noch gegen die vorgestellten Pläne?

Puntsch: Es gibt noch einen zweiten Grund, den Plan abzulehnen. Wir haben eine funktionierende Schindlbeck-Klinik. Wenn man es nur gewollt hätte, dann hätte man diese Klinik auch erweitern können, um den alten Standort beizubehalten.

herrsching.online: Dr. Weiler hat viele Argumente angeführt, warum der Schindlbeck-Standort nicht zu halten sei.

Puntsch: Dr. Weiler hat Argumente vorgebracht, damit jeder sagt: Gut, dann geht’s halt nicht.

24 Comments

  1. Nach dem Lesen dieser 23(!) Kommentare zu obigem Artikel bin ich – offen gesagt – entsetzt.
    Die Art und Weise, wie herrsching.online ge- bzw. benutzt wird, wild um sich zu schlagen, halte ich für stil- und respektlos.
    Meist sind es die immer gleichen Mitbürger* (eine Handvoll), die sich gebetsmühlenartig auf die immer gleichen Themen und Beschwerden
    einschießen – ob passend zum Artikel oder nicht.

    Liebe von Bürgern* gewählte Gemeinderäte* , lieber Herr Kloos: halten Sie durch und halten Sie es aus.

    Es gibt ganz viele Herrschinger*, die gerne hier leben und die Entscheidungen ihrer Gemeindevertreter* akzeptieren (auch wenn sie selbst
    eine andere Meinung haben), und die nicht permanent ihr „privates“ Thema in den Mittelpunkt stellen.

    * (m/w/d)

  2. Sie haben ja so Recht, Herr Feuerherdt! Am liebsten würde ich mich, wie es in einem so schön Lied heisst, folgendermaßen einsetzen: ” ich muss erst noch die Welt retten und dann…..” Aber leider fehlen mir dazu die notwendigen Fähigkeiten. In Neuwiddersberg berühren die Naturzerstörungen und Verschandelungen der letzten Jahre täglich schmerzlich mein Herz. Beim Biotop auf dem Gelände für das neue Gymnasium wurde mir immer wieder versichert, dass es unbeschadet bleiben wird. Der Aufschrei der Herrschinger Bevölkerung war dann ja verständlicherweise gross, als dies nicht geschah. Neuwiddersberg hat dagegen keinerlei Unterstützung und Lobby, weil es, von den Herrschingern unbeachtet, zu weit weg liegt. Nur die Touristen geraten auf ihrem Wanderweg nach Andechs immer wieder in helles Entsetzen.
    Hoffentlich konnte ich Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten?

  3. Man mag befinden, dass das Gelände für den Klinikbau nicht ideal – oder sogar “völlig ungeeignet” – ist, ebenso wie das, auf dem das Gymnasium jetzt entsteht.
    Leider wird man sich schwer tun, geeignetere Grundstücke für solche Groß-Projekte zu finden, und leider haben die Gegner dieser beiden Bauvorhaben auch keine Alternativen anzubieten.

    Es sei denn, man steht auf dem Standpunkt, dass auch zukünftige Schüler-Generationen ruhig in mindestens 20 km entfernte, zunehmend überfüllte Gymnasien pendeln können.

    Im Fall einer Verhinderung des Klinik-Neubaus müsste man inkauf nehmen, dass im Zuge der Krankenhaus-Reform die beiden, jetzt bestehenden Krankenhäuser (von denen das eine ohnehin aufgelöst werden soll) wegen Unrentabilität geschlossen werden.
    Von staatlicher Seite wurde bereits kundgetan, dass ein weiterer Ausbau der Schindlbeck-Klinik nicht unterstützt werden kann. Dazu muss man wissen, dass die Finanzierung solcher Vorhaben zu 80 Prozent durch die Bezirksregierung von Oberbayern erfolgt.
    Auch hier kann man sich also überlegen, ob man in Zukunft lieber auf ein wohnortnahes Krankenhaus verzichten möchte, oder ob man nicht doch lieber die Chance, ein solches sogar in Hersching zu haben, ergreifen möchte.
    Ich wäre jedenfalls dafür.

  4. Wenn ein Architekt fachlich zu der Erkenntnis kommt, dass bei der Planung der neuen Klinik formale Verstöße gegen Bauordnungsvorschriften auftreten könnten, oder dass die städtebauliche Einbindung nicht ideal ist, so finde ich sein Abstimmungsverhalten im Gemeinderat nur konsequent.
    Die hier gemachten Vorschläge, was in Herrsching noch zu verbessern sei, sind zwar zutreffend, richten sich in bester Manier des Whataboutism aber an den Falschen.
    Nur weil es andere Fehlentwicklungen in Herrsching gibt, ist die Argumentation beim Klinikbau nicht weniger richtig und verdient zunächst erstmal Respekt – unabhängig davon, ob man den Klinikneubau im Ort für sinnvoll hält oder nicht.
    Leider wurde die in meinen Augen ökologisch nachhaltigste Variante, der Ausbau der Schindlbeckklinik, nicht weiter verfolgt. Dort werden beim vermutlich stattfindenden Abriss funktionierende Strukturen vernichtet, Rohstoffe verschleudert und Abfallmengen erzeugt.
    Es gibt in Europa längst einen vorsichtigen Trend, der unter “Architektur im Rückwärtsgang” zusammenfasst wird, und das Recycling von Gebrauchsgebäuden entweder vor Ort durch Neunutzung oder Ausbau und Verbringung von Bauteilen an andere Orte beinhaltet.
    Abrisscontainer voller funktionierender Bauteile kann und sollte sich eine Gesellschaft auf die Dauer nicht leisten, Fördergelder für Klinikneubauten hin oder her.

    • Frau Voit, ich bin sicher, dass die bestehenden Gebäude eine anderweitige, gute und sozialverträgliche Verwendung finden.

      • Schön wärs…
        Dann müsste der Gemeinderat sich jetzt schon langfristig um das Areal kümmern und entsprechende Bebauungspläne und Nutzungssatzungen entwerfen. Da auch die öffentliche Hand wirtschaftlich arbeiten muss, wird das Grundstück sicher an den meistbietenden Investor verkauft werden- und der errichtet dort in Premiumlage vermutlich keinen bezahlbaren Wohnraum …Wenn sozialverträgliche Nutzung eine Chance haben soll, muss das bald durch intelligente Konzepte seitens der Gemeinde vorbereitend in die Wege geleitet werden.

        • “….wird das Grundstück sicher an den meistbietenden Investor verkauft werden….”

          Das ist substanzlose Unkerei, liebe Frau Voit. So, wie in diesen Kreisen ja häufig angenommen wird, der Bürgermeister und die Gemeinderäte (und auch der Landkreis, dem die Klinik ja gehört) wollten grundsätzlich nur das Schlechteste für Herrsching.
          Kritik ist schön und gut, aber konstruktiv sollte sie schon sein.

          NOCH ist die Schindlbeck-Klinik ja voll in Betrieb und wird auch nicht so schnell durch das neue Klinikum ersetzt werden können. Wenn das alte Gebäude dann einmal leer steht, sind, nach entsprechenden Umbaumaßnahmen natürlich, soziale Nutzungsmöglichkeiten denkbar. Die Gemeinde hat hier dringenden Bedarf !
          Darüberhinaus bitte ich zur Kenntnis zu nehmen, dass es einen gültigen Bebauungsplan (“Sondergebiet Klinikgelände”) für das Klinik-Areal schon gibt.

    • Da bin ich voll und ganz bei Dir Christl. Wir reißen, wenn es blöd läuft eine gut geführte und voll funktionsfähige Klinik ab. Man hat es in der Vergangenheit verpasst, weitere angrenzende Flächen für den weiteren Ausbau u.a. für Angestelltenwohnungen zu sichern, reagierte auf Parkplatznot mit der Planung einer Tiefgarage (verworfen wegen Seenähe) und schafft es aufgrund der verfehlten Gesundheitspolitik (Stichwort Fallpauschalen) offenbar nicht mehr, solche überschaubaren aber hoch spezialisierten Kliniken wirtschaftlich zu betrieben. Der Gegenentwurf wird mal wieder als „alternativlos“ präsentiert. Dieser wird jetzt durchgepeitscht, um die Förderfähigkeit zu erhalten. Wieder ein Beispiel, warum Politik über Fördermittel nicht nachhaltig ist und diametral zur kommunalen Selbstverwaltung steht. Buchtip: Rettet die Demokratie von Dirk Neubauer

      • Herr Keim, reden wir doch nicht von eventuellen Versäumnissen in der Vergangenheit, sondern von der Gegenwart und der Zukunft.
        Ich empfehle die Lektüre des folgenden Artikels – es ist nämlich ganz schön kompliziert:
        https://www.merkur.de/lokales/weilheim/weilheim-ort29677/chef-der-starnberger-klinik-wenn-es-nach-mir-geht-ist-das-krankenhaus-in-penzberg-sicher-92153353.html

        In dem Interview mit Herrn Dr. Weiler ist unter anderem zu lesen, dass die Herrschinger Klinik am alten Standort nicht erweiterungsfähig ist (die Chirurgische Klinik Seefeld soll ja auch noch dazukommen). Das hat das Gesundheitsministerium schon Ende letzten Jahres klargestellt und wurde im Gemeinderat bereits diskutiert.
        Auch eine noch größere Verkehrsbelastung an dieser zentralen Stelle ist nicht sinnvoll.
        Das gesamte Areal ist auch “nur” 15.000 qm groß, wobei jetzt schon, außer den Klinikgebäuden, Wohnungen für Pflegekräfte draufstehen. Daran, dass diese irgendwo wohnen können, muss der Landkreis ja auch interessiert sein und könnte einer der Gründe sein, ihn vom Verkauf des Geländes abzuhalten.

        Wir haben – nach den neuen Normen – auch kein “hochspezialisiertes” Krankenhaus in Herrsching. Dafür gibt´s Großhadern und ähnliche Häuser in München. Was angestrebt wird, ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, Level 2, evtl. auch Level 1n (mit Notfallversorgung). Damit wäre Herrsching gut “bedient”. Ziel der Krankenhaus-Reform ist ja, dass nicht mehr alle Krankenhäuser alle nur denkbaren Leistungen anbieten, weil das nicht wirtschaftlich ist und die Gesundheitskosten in die Höhe treibt. Darunter, und auch unter der geplanten Veränderung des Fallpauschalen-Systems, wird die Versorgung ganz sicher nicht leiden.

        Es soll ja demnächst, am 18.4. um 18 Uhr, eine Info-Veranstaltung zum Klinikum Herrsching in der Martinshalle stattfinden. Danach, so hoffe ich, werden wir alle schlauer sein.

  5. Herrsching, das Mekka der Großbaustellen, Maximalbebauung und der Vollverssiegelung.
    Man fragt sich inzwischen, was den Gemeinderat antreibt und wohin das führen soll.
    Als wäre dort noch nicht angekommen, dass wir längst schon andere Antworten brauchen.

  6. Herrsching, das Mekka, der Großbaustellen, Maximalbebauung und der Vollverssiegelung.
    Man fragt sich inzwischen, was den Gemeinderat antreibt und wohin das führen soll.
    Als wäre dort noch nicht angekommen, dass wir längst schon andere Antworten brauchen.

    • Hallo, Chris, auch Sie scheinen dem Irrglauben anzuhängen, dass der Gemeinderat allmächtig ist. Was leider nicht den Tatsachen entspricht.
      Aber Sie könnten ja mal probieren, das zu ändern – die nächste Gemeinderatswahl ist in 3 Jahren. Gute Gelegenheit, sich selbst einzubringen !

  7. Und sich bitte, lieber Herr Puntsch, auch einbringen, wenn es um die Zerstörung von Buchenwäldchen, alten gesunden wundervollen Bäumen, von Büschen und Wiesen geht. Damit fremde Investoren aus Provitgier mit Maximalbebauungen den gesamten Boden eines großen Hügels versiegeln können. Und sehr gut betuchte Ehepaare dann in diesen Riesengebäuden mit Schottergärten, ohne Grün und Schatten, Heimat und Wohlbefinden finden.

    • Hallo Frau Donhauser,
      haben Sie Sich gegen die Zerstörung des Biotops und damit verbundenen Vernichtung der Torfschichten inkl. CO2-Ausstoß bei dem Neubau Gymnasium Herrsching eingesetzt? Ich habe von Ihnen Nichts gelesen!

    • Kenne Sie die gültige Sellplatzsatzung überhaupt? Wenn ja, sollten Sie an Hand dieser mal die P + R -Anlage in Herrsching überprüfen. Was werden Sie feststellen? Diese wird nicht einmal von der Gemeinde selbst eingehalten! Vermutlich werde ich von Fau Böckelmann eines besseren belehrt. (-: Steigbügelhalterin von Herrn Schiller und seinem Sohn bei den Grünen?

        • Sehe ich auch so, dass Sie keine Ahnung haben; deshalb verwundert es mich auch nicht, dass Sie auf herrsching online immer Alles kommentieren. Sind Sie z. B. als “Grüne” dafür, für den (Zitat von Ihnen zu dem Kommentar von Herrn Keim!) “Der Ausbau des Schienennetzes und des ÖPNV muss Vorrang haben, sonst werden die Klimaziele nicht erreicht.”, gewillt die S-Bahnverbindung zwischen Herrsching und Wessling zweigleisig ausbauen zu lassen? Dies würde in Herrsching bedeuten, dass dadurch massive Eingriffe im Naturschutzgebiet erforderlich wären! Nix für unguat. (-:

          • Warum so aggressiv, Herr Architekt Michael Feuerherdt?
            Da weitere Ausfälligkeiten zu erwarten sind, werde ich mich zu dem von Ihnen angeschnittenen Thema auch nicht äußern, obwohl ich durchaus eine Meinung dazu habe.
            Zufrieden?

      • Natürlich kenne ich die nicht, wollte nur mal einen raushauen:

        “…. 5. Die Flächen sind unversiegelt bzw. in wassergebundener Decke und breitflächiger Versickerung (z. B. Rasengittersteine) anzulegen. Oberflächenwasser darf nicht auf die öffentliche Verkehrsfläche gelangen und ist durch eine Entwässerungsrinne o. ä. an der Grundstücksgrenze abzufangen ….”

        Falls ich die richte Satzung zitiere, schauen Sie doch hilfsweise mal bei der einen oder anderen Zufahrt der letzten Jahre vorbei und gucken, was Ihnen auffällt … und schau schau, genau das habe ich gemeint: Der werte Gemeinderat achtet selbst nicht auf die Einhaltung!!

        Nix für ungut und frohes Schaffen

  8. Mit der Forderung nach mehr Autobahnen ist die Partei von Herrn Puntsch für sehr viel mehr Bodenversiegelung verantwortlich als 10.000 qm.
    Der Kernpunkt für ihn ist wohl, dass er eine neue Klinik für überflüssig hält.
    Darüber kann man allerdings unterschiedlicher Meinung sein.
    Die Chirurgische Klinik in Seefeld soll ja aus vernünftigen Gründen mit der Herrschinger Klinik für Innere Medizin zusammengelegt werden, und dann wird‘s im Zentrum von Herrsching vielleicht doch ein bisschen eng.
    Darüberhinaus wächst nicht nur die Einwohnerzahl Herrschings, sondern auch die im gesamten Einzugsgebiet einer solchen Klinik.
    Fertig wird diese Klinik, wenn überhaupt, sowieso erst in (geschätzt) einem Jahrzehnt, die jetzige Planung ist also eine Investition in die Zukunft.

    • Eigentlich geht es bei Herrsching.online ja um Kommunalpolitik, aber wenn Sie uns als Partei direkt ansprechen, darf ich Sie fragen, wie oft Sie beruflich oder privat mit dem Auto außerhalb unseres schönen Landkreises unterwegs sind. Das schlimmste für das Klima ist der stehende Verkehr. Leider sind immer noch Millionen Bundesbürger in diesem Land auf Ihr Auto angewiesen, um einer geregelten Arbeit nachzugehen. Etwas was einige Träumer in Berlin im Leben nicht ausprobieren mussten oder durften. Und sollte einmal eine der 16.000 renovierungsbedürftigen Brücken einstürzen wie in Genua, dann möchte ich nicht, dass unsere Partei daran mitschuldig ist.

      Und nun zur Kommunalpolitik: Was bringt Sie denn zu der Annahme, dass sich das Projekt so lange hinziehen wird? Was ist denn Ihre Meinung dazu, dass das Gelände um die Klinik herum auf Absehbare Zeit nicht überplant werden soll?

      • Schauen Sie sich doch an, wie lange es mit der Verwirklichung der Gymnasiumspläne gedauert hat, Herr Keim. Viel schneller wird es mit der Klinik auch nicht gehen, zumal der Landkreis die Mittel dafür zunächst mal (im aktuellen Haushaltsplan) zurückgestellt hat.
        Zur Behebung von Verkehrsproblemen haben die Grünen jedenfalls andere Vorstellungen als die FDP, das dürfte Ihnen wohl bekannt sein.
        Für mich gilt immer noch der alte Satz “Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten”, der sich bis heute bewahrheitet hat. Der Ausbau des Schienennetzes und des ÖPNV muss Vorrang haben, sonst werden die Klimaziele nicht erreicht.
        Die Erleichterung des Individualverkehrs sendet zudem das falsche Signal, dass es mit dem Klimawandel vielleicht doch nicht so ernst ist.
        Ist es aber.

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