Am Donnerstag, 9. Oktober, wurde eine Rentnerin in einem Herrschinger Ortsteil Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen. Am späten Nachmittag erhielt die Seniorin einen Anruf eines angeblichen Arztes, der behauptete, dass ihre Tochter an Krebs erkrankt sei und nur durch die dringende Verabreichung teurer Medikamente geheilt werden könnte.
Die verunsicherte Dame ließ sich auf die Forderung ein und übergab in der Folge Bargeld in Höhe von 100 000 Euro an einen etwa 30 bis 40 Jahre alten, hell gekleideten Abholer mit blonden, lockigen Haaren. Die Betrüger waren aber noch dreister: Im Anschluss kam ein weiterer Anruf mit der Behauptung, dass die übergebene Summe nicht für eine Rettung ausreichen würde. Daraufhin verständigte 75-Jährige die Polizei.
Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und rät in diesem Zusammenhang:
- Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
- Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!



