Wenn’s ums Geld geht, Sparkasse. Dieser Werbespruch gilt auch für ein politisch heikles Kapitel – die Nebeneinkünfte von Bürgermeistern und Landräten. Die Süddeutsche Zeitung hatte in ihrer Montagsausgabe vom 31. August über eine Umfrage unter Landräten in Oberbayern berichtet. Die SZ wollte wissen, was die kommunalen Wahlbeamten an Nebeneinkünften haben. Dabei spielten immer wieder die Einkünfte durch die Arbeit in Verwaltungsräten der Kreissparkassen eine erhebliche Rolle. Der Starnberger Landrat Stefan Frey berichtete der SZ freimütig, dass er nicht nur im Verwaltungsrat der Kreissparkasse sitze, sondern auch unterschiedlich hohe Bezüge durch die Mitgliedschaft in zahlreichen Zweckverbänden beziehe. Die SZ rechnete aus, dass Frey auf ungefähr 50 000 Euro brutto im Jahr komme. Damit gehört er aber nicht zu den Spitzenverdienern in der Nebenerwerbsbranche: Der Fürstenfeldbrucker Landrat gab in einer öffentlichen Sitzung bekannt, dass er im Jahr 90 000 Euro durch zahlreiche Nebenjobs erhalte. Der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter war über seine Mandate beim FC Bayern gestürzt. Allerdings waren diese Einnahmen nicht mit Bezügen aus Verwaltungsratsgremien vergleichbar. So sieht das Sparkassengesetz vor, dass bei Kreissparkassen der Landrat automatisch Vorsitzender des Verwaltungsrates ist. Das Geld wird den kommunalen Spitzenbeamten also quasi aufgedrängt.
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