Saumäßig lustig

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  • Manche meinten es ernst mit dem Gewinnen. Fitnessstudio-designte Sportkörper waren auch zu besichtigen. Alle Fotos: Gerd Kloos
  • Und da legte sich der Kahn auf die Seite wie die Costa Concordia. Der Wiedereinstieg war die größte Kunst, die Besatzung musste on bord zurückkehren.
  • Strömungstechnisch noch optimierungsfähig, dieses Schnellboot.
  • Nach einer Havarie wieder an Bord zu kommen, war höchst anspruchsvoll.
  • Das Schicksal der Zubristen war mitunter erbarmungslos. Nass als Verlierer durch die Zuschauer zu gehen, war kein schöner Gang.

Das Sautrogrennen, trotz heftiger Lobbyarbeit der Herrschinger noch keine olympische Disziplin, wurde in diesem Jahr wieder von der Sonne verwöhnt. Das Rennen, wenn man das wilde Einschlagen aufs Wasser als Wettbewerb gelten lassen will, war jedenfalls wieder einer der Höhepunkte des Herrschinger Schlossgartenfestes. Zum ambulanten Baden in einem Zuber hatten sich in diesem Jahr 13 Tandems angemeldet. Das Ziel war so schlicht wie nass: 20 Meter zu einer Boje paddeln und die gleiche Strecke wieder on bord zurücklegen. Dabei half, wenn die Besatzung samt Zuber etwas weniger wog als das Wasser, das von der seltsamen Holzkiste verdrängt wird (Physiklehrer hätten dabei das Archimedische Prinzip anschaulich erklären können). Nicht immer haben die Zubristen auch beherzigt, dass der schwerere Mann hinten knien sollte, damit das Schnellboot strömungsgünstiger im Wasser liegt. Wenn sich ein Zuber auf die Seite legte wie die Costa Concordia, war jedenfalls der Jubel an Land groß – nicht einmal der Ammersee ist reiner als die Schadenfreude. Dass es sich um eine international angesehene Meisterschaft handelte, wie „Stadionsprecher“ Alex Tropschug behauptete, merkte man an Teams aus Rosenheim und Wörthsee.

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