Hitzefrei war in den letzten Tagen keine Unterhaltung am See – jede und jeder hat gestöhnt im meteorologischen Pizzaofen. Die Digitalanzeige an der Volksbank verkündete 42 Grad, unsere Eigenmessung zeigte sogar bis zu 43 Grad an – in der Sonne. Natürlich misst der Meteorologe nur im Schatten, aber Schatten gibt es in Herrsching nicht überall: Auf dem nördlichen Gehweg in der Seestraße bruzzelt die Sonne ungehindert auf die Passanten, die Mühlfelder ist auch sehr gut belichtet. Nur die Bahnhofstraße breitet einen grünen Sonnenschirm über den Fußgängern aus.
Im Schatten der Bäume haben wir zwischen 35 und 36 Grad gemessen, es war rund sechs Grad kühler als ohne den grünen Sonnenschirm. Wie verhalten sich die Herrschingerinnen und Herrschinger in der Rekordhitze, und wie gehen die Betreiber der Marktstände mit der Hitze um? Wir haben mit Mikrofon und Kamera auf dem Wochenmarkt nachgefragt. Der berühmte Käsemann am Herrschinger Markt nahm’s mit Allgäuer Gelassenheit: „Der Käs schmeckt besser, wenn er schwitzt.“ Den Biometzger dagegen trieb der Hitzesommer große Sorgenfalten ins Gesicht.



