„10-Minuten-Takt? So einfach, wie einen Liter Wasser in eine Dreiviertel-Liter-Flasche füllen”

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Den originellsten Beitrag zur S-Bahn-Schranke lieferte herrsching.online-Leser Konrad Herz: „Spannend wäre zu wissen, wie die jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürger über „die Schranke“ (auch im übertragenen Sinne) denken. Wir alle, die sich bisher zum Thema Bahnunterführung zu Wort melden, wären in 15 Jahren wahrscheinlich froh, ein paar Minuten länger mit dem Rollator vor der Schranke pausieren zu dürfen.”

Den fachlich wichtigsten Beitrag aber lieferte ein S-Bahn-Führer, der namentlich nicht genannt werden will: „10-Minuten-Takt? Das ist so, als würde man versuchen, einen Liter Wasser in eine Dreiviertel-Literflasche zu füllen.”

„Den 10-Minuten-Takt”, meint er grimmig, „erlebe ich nicht mehr.” Nun schien der Mann bei bester Gesundheit zu sein. Sarkastisch fügte er an, dass der ganze Fahrplan sowieso auf Kante genäht sei. „Die geringste Störung an der Tür-Technik der S-Bahnzüge verursacht einen Domino-Effekt, der den Fahrplan durcheinander bringt.”

Das liegt nach Meinung des S-Bahn-Führers auch daran, dass die Strecke von Weßling nach Herrsching eingleisig ist. Auf einem einzigen Gleis, das sei seine feste Überzeugung, könne man keinen 10- oder 12-Minutentakt realisieren.

Wenn man trotzdem eine Unterführung baut, ist das vielleicht so, als würde man eine Brücke über eine Straße bauen, die es gar nicht gibt.

2 Comments

    • „…. Für die Linien nach Mammendorf, Herrsching, Ebersberg und die S8 in Richtung Flughafen ist geplant, dass neben den S-Bahnen im 15-Minuten-Grundtakt auch ganztägig Express-S-Bahnen im 30-Minuten-Takt verkehren. Die Express-S-Bahnen halten nicht an allen Stationen und erreichen damit die Ziele in der Innenstadt – wie es der Name schon sagt – schneller als die Grundtakt-S-Bahnen…“ sagt die Bahn AG … aber ob die 3-5 Minuten den (Takt-)Braten fett machen? Karlsson vom Dach…?

      Ist doch eigentlich völlig Wurscht, denn die fixe Idee pro Unterführung ist ein Synonym für politische Irrlichterei.

      „Schranke“ bedeutet ja auch „Grenze des Erlaubten“

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