Nach ziemlich genau 1000 Besuchen haben wir unser Online-Voting zum Herrsching-Ironman ausgewertet. Mit dem Ergebnis: Knapp 60 Prozent der herrsching.online-Leser befürworten, dass im Spätsommer 2028 der erste Ammersee-Ironman mit Herrsching als Hauptaustragungsort stattfinden soll. Bei 40 Prozent der Befragten überwiegt die Skepsis. Sie wünschen kein derartiges Großereignis. Interessant: Exakt bei 50:50 lag das Abstimmungsergebnis bezüglich der Frage, ob sich die Gemeinde mit Sachleistungen engagieren soll.

Die Beteiligung des Austragungsortes durch die Bereitstellung von Infrastruktur ist allerdings eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die Ironman GmbH tatsächlich an den Ammersee kommt. Heißt also: Wer dieses sportliche Großereignis vor der Haustür erleben – oder vielleicht sogar selbst daran teilnehmen möchte -, der muss in den sauren Apfel beißen und hinnehmen, dass die Verwaltung in Form von Sach- und Dienstleistungen, etwa die Straßenreinigung, durchaus einen wesentlichen Teil beisteuern müsste.
Mindestens genauso wichtig wäre es, ausreichend freiwillige Helfer zu finden, ohne die der Organisationsaufwand eines solche Sportgroßereignisses mit bis zu 4.000 Teilnehmern und geschätzt 20.000 Partnern und Begleitern unmöglich zu stemmen ist. Doch, was ehrenamtliches Engagement angeht, haben viele Herrschinger ja bereits bei der 1250-Jahrfeier gezeigt, dass sie durchaus bereit sind, ein unbezahltes Amt auf Zeit auszuüben.
Wenn schon Ironman, dann gleich dreifach
Übrigens: Wie in unserer ersten Berichterstattung zu dem Thema schon einmal angesprochen, wäre der Deal zwischen der Starnberger Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (gwt) und dem Veranstalter keine Eintagsfliege. Denn sollten sich die eisernen Männer (und natürlich Frauen) tatsächlich 2028 erstmalig in Herrsching und Umgebung verausgaben dürfen, würde dies, laut den Vorgaben des Veranstalters, mindestens drei Jahre in Folge geschehen müssen. Der Ammersee-Ironman würde also von 2028, 2029 und 2030 Herrsching, den Ammersee und weitere Teile des Landkreises aufmischen.
Die örtliche Politik ihrerseits ist einem Ironman am Ammersee zumindest grundsätzlich wohlgesonnen. Die allermeisten Landkreisgemeinden haben bereits signalisiert, die Durchführbarkeit eines Ironman am Ammersee prüfen zu wollen. In der nächsten Sitzung der Gesellschafterversammlung der gwt Starnberg am 23. November wird dann entschieden werden, ob man in die konkrete Prüfungsphase eintreten möchte. Die Fragen der Finanzierung, Organisation sowie Streckenplanung müssten dann bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.



