Damit Herrschinger Radfahrer in Zukunft ein bisschen weniger gefährlich leben, hat Grünen-Gemeinderat Wolfgang Darchinger in der letzten Bauausschuss-Sitzung vorgeschlagen, an einem besonders neuralgischen Verkehrsknotenpunkt einen Spiegel anzubringen.
Die Ecke Rieder Straße, Madeleine-Ruoff-Straße, Birkenallee, Jahnstraße hat’s verkehrstechnisch wirklich in sich. Hier treffen nicht nur vier Straßen aufeinander, sondern auch noch der Fußgänger- und vor allem der Radfahrverkehr. Der Radweg entlang der Rieder Straße wird zwar von der Ruoff-Straße unterbrochen, aber längst nicht alle Radler reduzieren beim Überqueren ihre Geschwindigkeit in angemessener Weise. Es rollt ja grad so schön. Besonders mit dem E-Bike. Ein Wunder eigentlich, dass es hier nicht öfter kracht.
Zuletzt erwischt hat es im September allerdings ein fünfjähriges Mädchen, das hier mit dem Radl unterwegs war. Eine 85-jährige Autofahrerin, aus der Birkenallee kommend, wollte die Staatsstraße queren und in die Ruoff-Straße einfahren. Dabei übersah sie die Kleine und erfasste das Kind. Es zog sich glücklicherweise nur Schürfwunden und Prellungen zu.
„Besonders, wenn man aus Breitbrunn kommend die Rieder Straße entlang fährt und in die Ruoff-Straße abbiegen will, kann man die parallel auf dem Radweg fahrenden Fahrradfahrer oft nicht rechtzeitig erkennen“, erklärte Darchinger. Nicht nur, weil die hohe, dichte Hecke zwischen Fahr- und Radspur die Sicht versperre. Sondern auch, weil Radfahrer – selbst auf dem heckenfreien Stück – im Autospiegel nicht zu sehen seien. Darchinger wünschte sich deswegen die Anbringung eines Spiegels. An welcher Stelle genau, müsse noch überprüft werden. Wolfgang Schneider von der SPD und von Beruf Busfahrer assistierte: „So ein runder Ampelspiegel könnte helfen.“
Roland Lübeck (CSU) forderte auch, die Radfahrer zu disziplinieren: „Die kommen da teilweise angeschossen, dass man als Autofahrer keine Chance hat, sie zu erkennen. Die rote Markierung auf der Fahrbahn scheint ihnen noch zu sagen: ‚Fahr ruhig einfach drüber‘.“ Beides, also sowohl einen möglichen Standort für den Spiegel im Kreuzungsbereich als auch etwaige Maßnahmen zur Sensibilisierung der Radfahrer will die Verwaltung nun prüfen.



