Der Bauhof als Tatortreiniger: Auf dieser Plakatwand für die Kandidaten der Bundestagswahl prangte morgens das riesiges Logo einer in Teilen gesichert rechtsextremen Partei. Weil den alternativen Wahlkämpfern wohl das Plakatpapier zu teuer war, haben sie ihr Parteizeichen als formatfüllendes Graffiti aufs Holz gesprayt. Der Gemeindebauhof rückte schnell an und schliff die ungehobelte Schmiererei so gründlich ab, dass die Wand wieder sauber war. Der FDP-Bundestagskandidat Paul Friedrich klagte in einer Pressemitteilung über Vandalismus an FDP-Plakaten. Friedrich: „Die Beschmierungen machen mich traurig …. ich frage mich: Was habe ich den Tätern getan? Anderer Meinung kann man sein. Auch ich bin der Meinung, dass Forderungen von beispielsweise CSU und Grünen nicht gut für Deutschland sind. Das berechtigt jedoch nicht zu Straftaten wie Sachbeschädigungen und erst recht nicht zu Beleidigungen.“ Und mit Blick auf Blauen sagte er: „Andere Meinungen halten sie nicht aus und trauen sich nicht in die sachliche Debatte. Das ist feige.“
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