Ungetrübter Badespaß

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Alles sauber: Die amtlichen Bakterien-Kommissare haben keine „Übeltäter" im Ammersee gefunden. Foto: Gerd Kloos

Braucht kein See – und schon gar kein Mensch: E. coli und intestinale Enterokokken sind sommerliche Spaßbremsen in Bädern und Gewässern. Beim Gesundheitsamt in Starnberg gibt es einen speziellen Hygienekontrolleur, der diesen unangenehmen Übeltätern nachstellt: Gerhard Galdia ist im Sommer an den Seen im Landkreis unterwegs und entnimmt Hunderte von Wasserproben, damit die Badegäste keine ungesunden Mitbringsel nach Hause bringen. Spoiler: Gerhard Galdia hat auch nach den ersten Kontrollen im Mai keine schlechten Nachrichten: Alles sauber.

Der„Schädlings-Kommissar“ des Landratsamtes ist auch einmal monatlich am Ammersee unterwegs und füllt gewissenhaft seine Probeflaschen am Badegelände Rieder Wald, am Badegelände Wartaweil in der Nähe des Kiosks, am Badegelände Wartaweil-Steg Schullandheim, am Badeplatz Breitbrunn, am Campingplatz Baumann, in der Herrschinger Bucht und in Stegen.

Badegewässer können aus unterschiedlichen Quellen verunreinigt werden. Insbesondere aus Abwasser- oder Mischwassereinleitungen sowie aus Abschwemmungen von landwirtschaftlichen Flächen können fäkale Verunreinigungen in die Badegewässer gelangen. Es sind exakt zwei Krankheitserreger, die in Badegewässern in möglichst geringen Konzentrationen vorkommen sollen: E. coli und intestinale Enterokokken, beides Darmbakterien und ein Hinweis darauf, dass es zu einer fäkalen Verunreinigung gekommen ist. Klingt nicht nur sehr unschön, diese Bakterien können gesundheitlich bedenklich sein. Ins Wasser kommen sie beispielsweise durch Wasservögel oder Abschwemmungen in Zuläufen nach Starkregen. 

Die Wasserqualität in Badegewässern wird zum Schutz der Badenden von den zuständigen Gesundheitsämtern während der Badesaison von Mai bis September regelmäßig in einem Abstand von vier Wochen überwacht. Dabei wird das Ausmaß der fäkalen Verunreinigung durch den Nachweis bestimmter Darmbakterien (E. coli und intestinale Enterokokken) festgestellt. Die Badegewässer erhalten eine Qualitätseinstufung: von ausgezeichnet über gut bis ausreichend und mangelhaft.

Das Landratsamt Starnberg jedenfalls ist glücklich über die bisherigen Ergebnisse: „Alles einwandfrei“, bestätigt Hygienekommissar Gerhard  Galdia.

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