Seit die Tinte auf dem Notarvertrag trocken ist, hat Herrsching wieder eine neue industrielle Perspektive: Die ukrainische Firma Skyeton hat dem Vernehmen nach im Gewerbegebiet zwei Grundstücke von der Gilchinger Firma Asto erworben. Die ukrainsche Aviatik-Firma stellt in Kiew Flugdrohnen her. Nach zuverlässigen Informationen will die Firma in Herrsching bis zu 100 Angestellte beschäftigen, die Drohnen herstellen werden.

Die Firma, so teilte der Chef des Herrschinger Gewerbeverbandes, Michael Darchinger mit, habe bereits eine kleine Niederlassung in der Dornierstraße in Oberpfaffenhofen. Auch die Asto-Gruppe ist dort beheimatet. Offensichtlich kam durch diese Nachbarschaft der Grundstücksverkauf zustande. Die Gilchinger besassen nahe der Gewerbestraße mehrere große Areale, auf denen sie einen großen industriellen Komplex mit dem schönen Namen Campus Verde entwickeln wollten. Gewerbechef Darchinger sah in diesem Projekt eine Gelegenheit, neue Firmen aus der Robotic- und der Health-Care-Branche anzusiedeln.
Die Nachbarschaft hätte perfekt gepasst: Die japanische Firma Hamamatsu Photonics stellt in Herrsching Hightec-Lichttechnik her. Sogar ein renommiertes Reproduktionslabor, das sich auf künstliche Befruchtung spezialisert hatte, war einmal im Gespräch. Dann aber kamen Corona und der Ukrainekrieg, und die Pläne der Asto-Gruppe ließen sich nicht mehr realisieren. Ein großes Grundstück hatte zuvor schon die AWA Ammersee gekauft, die eine neue Verwaltung bauen will.
Bereits 2028 will Skyeton in Herrsching die Produktion starten, sportliche Zeitvorgaben in Deutchland. Die Grundstücke sind aber schon gewerblichen Zwecken gewidmet, so dass keine Widerstände mehr im Gemeinderat erwartet werden.




