„Was für eine geile Gemeinde“

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  • Nostalgie auf der Promenade: Das Ammerseer Bauerntheater beschwor die gute alte Zeit mit herrlichen Kostümen.
  • Die volle Kapelle bot die Blasmusik Herrsching auf.
  • BRK-Mann Tobias Schneider schob einen Patienten durch die Gegend, der den Umzug im Liegen genoss. Die Federung wäre einem lebenden Patienten nicht zumutbar gewesen.
  • Das sind die Chefs der Jubelwochen: Ludwig Darchinger und Alexander Tropschug haben ein unfassbar vielseitiges Programm auf die Beine gestellt.
  • Ganz demokratisch zu Fuß unterwegs: Landrat Stefan Frey und Bürgermeister Christian Schiller.
  • Die Breitbrunner Feuerwehr zeigte einen Spritzenwagen aus dem Jahre 1898, der die Zuschauer zwar naß machte, aber technologisch leicht überholt wirkte.
  • Einen seltsamen Vogel schleppte die Abordnung des neuen Gymnssiums mit. Wird doch nicht der Pleitegeier sein?
  • Die Christian-Morgenstern-Schule repräsentierte die Rektorin Katharina Caspar - kokett in Lederhose.
  • Der Gartenbauverein Herrsching blüht wieder auf. Beweis: Gut und hübsch vertreten im Umzug.
  • Der Inklusionsbeirat mit dem Vorsitzenden Wannenmacher wirbt für das Inklusionssportfest im Juni.
  • Der Kulturverein, der das Kurparkschlösschen so intensiv wie hochwertig bespielt, und der Verein für Archäologie und Geschichte marschierten mit einer kleinen Truppe mit.
  • Sehr erfolgreich, sehr beweglich: Der Budo-Verein mit der Karateabteilung.
  • Die Tafel deckte beim Umzug SPD-Mann Werner Odemer ab.
  • Wer in Herrsching keinen Wassersport macht, kann nicht schwimmen oder ist wasserscheu: Die Ruder- und Segelabteilung des des TSV.
  • Während Herrchen mal austritt, labt sich Waldi am Bier.
  • Wassersport ist in Herrsching so wichtig wie Skifahren in Garmisch: Die Vereine Rhein-Main-Donau, Herrschinger Segelklub und die Wassersportabteilung des TSV in Wartaweil präsentierten den stolzen Nachwuchs.
  • Die Handballer des TSV präsentierten ihre tolle Jugendarbeit.
  • Der Spielmannszug aus dem Spessart im vollen Wichs mit Pauken und Trompeten.
  • Für Raucher bietet die Aktion Kipp it clean einen ambulanten Aschenbecher zum Kauf an. Rita Mulert, Ela Bauer, Uli Spindler und Almut Albert präsentierten das Gift-Case beim großen Umzug.
  • ÖNPV mal etwas archaischer.
  • Haben doch noch was zu lachen: Gemeinderätin Karin Casaretto, Räte Gerd Mulert und Wolfgang Darchinger.

Festorganisator Alexander Tropschug geriet nach dem Einzug des Festumzugs ins Schwärmen: „Was für eine geile Gemeinde“. Ach wie schön wär’s doch, wenn man in Herrsching wohnen würde, dachten (vielleicht) die Zuschauerinnen und Besucher aus anderen Landstrichen. Welche Gemeinde bietet schon eine so malerische Kulisse für einen Umzug: Im Hintergrund schaukeln die Schiffe beinahe im Takt der Blasmusik, das Wasser glitzert, als gehöre es zum Festprogramm. Und das Publikum am Promenadenweg genießt die Abwechslung. Wen wundert’s, dass der Flecken Erde am See seit 1250 Jahren bevölkert ist.

Ganz vorne im Alphabet das Ammerseer Bauerntheater, die Herrschinger Blasmusik mit der vollen Kapelle, die Christian-Morgenstern-Schule mit der Rektorin ganz übermütig in Lederhose. Eine Abordnung des neuen Gymnasiums schleppte eine große Vogelattrappe mit, die einen Stift, oder ist’s ein Joint ? im Schnabel hatte. Die Breitbrunner Feuerwehr führte Herrschings älteste Spritze aus dem Jahre 1898 vor. Obwohl sie tatsächlich Zuschauer naß machte, ist nicht davon auszugehen, dass sie noch im Einsatz ist. Das BRK zeigte eine historische Krankenkarre mit ohnmächtigem Patienten (war eine Puppe). Auch Herrschings Ballzauberer wie die Handballer des TSV, die Fußballer und die Volleyballer machten Werbung für ihren Sport. Die Tafel war durch SPD-Mann Odemer vertreten. Der Gartenbauverein tritt mit neuem Elan und engagierten Frauen an. Einige Gemeinderätinnen und -Räte mischten sich unters Volk, Landrat Stefan Frey und Bürgermeister Schiller waren ganz demokratisch zu Fuß unterwegs und nicht in der Kutsche wie beim Feuerwehrjubiläum in Breitbrunn. Den klingenden Schluss bildete der Spielmannszug aus dem Spessart. Im Festzelt floss dann das Bier in Strömen, während Karussell und Riesenrad heftig ins Rotieren kamen. Ja, so stand es unsichtbar über diesem Festzug: Herrschingerin oder Herrschinger müsste man sein, um ein spannendes Leben führen zu können.

2 Comments

  1. Ja schon aber es fehlen sehr viele Flaschen und Krüge. gebt sie doch bitte noch zurück! Spätestens am ersten August Wochenende beim Schlossgartenfest im Kurpark.

  2. Das Riesenrad auf der Oktoberfestwiese, das Riesenrad auf dem Wiener Prater usw. Das waren bei mir in den letzten Jahrzehnten immer die beliebtesten Fahrgeschaefte auf dem Rummelplatz, bzw. Volksfest oder der Kirmes. Ich verstehe die Begeisterung der Herrschinger sehr gut und finde es sehr beachtlich, dass das jetzt an der Herrschinger Promenade steht. Der Verein hat eine wirklich einen guten „Job“ gemacht. Danke an alle Ehrenamtlichen…

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