Krankenhäuser sind krank und bräuchten eigentlich eine Krankenkasse. Das ist seit der Krankenhausreform der Ampelregierung klar. Wie krank sie aber wirklich sind, ließ der Herrschinger Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung durchblicken: Die vier Kliniken des Landkreises (Starnberg, Schindlbeck Herrsching, Seefeld und Penzberg) liegen – so Schiller – mit 35 Millonen Defizit dem Kreishaushalt auf der Tasche. Und diese Summe treibt auch die berüchtigte Kreisumlage in die Höhe. 2025 führte die Gemeinde Herrsching jeden Monat ungefähr eine Million an den Kreis ab, das sind 54,8 Prozent der Einnahmen. Im nächsten Jahr sind es schon 11,4 Millionen, 55,8 Prozent aus den Gemeindeeinnahmen. Die gute Nachricht verkündete Gemeindekämmerin Miryam Goodwin: 2028 könnte die Umlage für Herrsching wieder auf 10,9 Millionen fallen. Grund: Weil die Gewerbesteuereinnahmen Herrschings gefallen sind, sinkt die sogenannte „Steuerkraftmesszahl“, die sich nach der Haushaltslage des Vorvorjahres richtet. Und da 2025 und mutmaßlich auch 2026 „horribile anni“, wie die Queen zu sagen pflegte, waren, muss Herrsching auch weniger für den Kreis berappen.
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