herrsching.online-Leser Michael Feuerherdt hatte doch recht: „Laut ‚Flurfunk‘ soll demnächst wieder eine Baustelle (am Herrschinger Nadelöhr; Red.) eingerichtet werden, damit der zu hohe Bordstein entsprechend abgesenkt werden kann und somit die Überquerung der Mühlfelder Straße an dieser Stelle einfacher wird„, ließ er die Leser per Kommentar wissen.
Die Redaktion von herrsching.online wollte es nicht glauben und bat Bauamtsleiter Oliver Gerweck um eine Stellungnahmen. Und Leser Feuerherdt irrte sich nicht. „ Auf Wunsch des Inklusions- und Seniorenbeirats wird … eine weitere Absenkung an der Mühlfelder Straße vorgenommen“, teilte Gerweck mit. „Die Umsetzung erfolgt in den kommenden zwei Wochen im Rahmen des Abschleifens der Bordsteine.“ Das Straßenbauamt Weilheim, zuständig für die Staatsstraße durch Herrsching, sei damit einverstanden.
Leser Feuerherdt fragt nun: „Wurde die Ausführung nicht vorher geprüft und abgenommen? War der Vertrags-Verkehrsplaner der Gemeinde Herrsching wieder „am Werk“ (gemeint ist das Büro Dr. Kaulen, Red.)?
Die Vorsitzende von Pro Natur und offizielle Bürgermeister-Kandidatin von Grünen und BGH, Karin Casaretto, lobt dagegen die Baumaßnahme: „Die Übersichtlichkeit hat sich deutlich verbessert – es war die richtige Entscheidung, alle Parkplätze zu entfernen. Meine Befürchtung, die Fahrbahn werde zu schmal, hat sich nicht bestätigt. Es wirkt, als wäre die Straße überhaupt nicht enger geworden.“
Sie lobt natürlich nicht das Herrschinger Rathaus, sondern den Senioren- und den Inklusionsbeirat: „Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich über so lange Zeit hinweg für diese Lösung eingesetzt haben.“ Und die ehemalige Gemeinderätin Dr. Regine Böckelmann, schreibt: „Mir gefällt die neue Situation sehr gut, und ich wundere mich, dass den mit „Blech“ vollgestellten Parkplätzen so intensiv nachgetrauert wird. Der Gesamteindruck ist jetzt viel freundlicher. Aber der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier, und vielleicht sind es die Herrschinger ganz besonders.“
Leser Feuerherdt dagegen schüttet Öl ins Feuer: „Ich möchte die Gemeinderäte bitten, die diesem Schwachsinn zugestimmt haben, sich für eine Stunde während der Hauptverkehrszeit vormittags auf die neue (geplante) Bank zu setzten, und die „Ruhe“ des Verkehrs zu genießen und sich die Dieselabgase der 40-Tonner genüsslich „reinzuziehen“.
Die Nachbesserung an der Baustelle hätte durchaus das Potenzial für eine Erwähnung im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler und für ARD-extra 3: Wem der Bordstein zu hoch ist, und das ist ja nicht ehrenrührig, der kann ja über das abgesenkte Stück direkt an der Einmündung die Fahrbahn betreten. Das würde ungefähr einen Meter mehr Wegstrecke bedeuten.
Was die Baumaßnahmen, die viele Bürger emotional in Wallung gebracht haben, kosten werden, konnte Bauamtsleiter Oliver Gerweck noch nicht mitteilen, weil die Schlussabrechungen noch nicht erstellt worden sei. Er versprach aber, die Zahlen nachzuliefern.




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Worüber man sich doch alles aufregen kann….
Das Steuerzahler-Argument kenne ich jetzt eher von Rechtsaußen.
Na ja, EUR 20.000,00 sind bei der schlechten Haushaltslage kein Pappenstiel. Was das mit Rechtsaußen zu tun hat???
Vorschlag für eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme: Bordsteinabsenkung in ganz Herrsching, damit die Straßenüberquerung überall einfacher wird.