Stabwechsel im Standesamt

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Sie hat halb Herrsching unter die Haube gebracht, jetzt geht sie nach einem langen Beamtenleben in Pension: Anna-Maria Sterl übergibt die Leitung des Herrschinger Standesamtes an ihre Kollegin Angela Igl, die seit Februar 2019 auf dem Standesamt der Gemeinde arbeitet. Das Standesamt Herrsching ist bei den Brautpaaren aus der Gemeinde und der Umgebung besonders beliebt, weil das Kurparkschlösschen mit Seeblick ein besonders stilvolles und romantisches Ambiente verspricht. Heiraten darf man nach dem Gesetz unabhängig vom Wohnort überall da in Deutschland, wo’s besonders schön ist – und wo Termine frei sind. In Herrsching gibt’s erst wieder im Oktober Hochzeitstermine, weil die drei Damen im Standesamt den Andrang kaum bewältigen können. Dass das Standesamt personell gut ausgelastet ist, verdankt es auch seiner eigenen Werbung: „Das stilvolle Trauzimmer der Gemeinde im Schössl ist der Anziehungspunkt für viele Hochzeitspaare aus nah und fern” lockt die Gemeinde-eigene Website. Nun aber gibt es für auswärtige Paare eine schlechte Nachricht: Für 22 hat das Standesamt für Nicht-Herrschinger keine Termine mehr frei.

Die größte Herausforderung für die Standesamtsmitarbeiter war das Pfingsthochwasser im Jahre 1999. Die gesamte Fläche vor dem Kurparkschlösschen war überflutet, die Brautpaare wurden mit einem Boot zum Hintereingang gebracht. „Dort hatten die Feuerwehr und Bauhof eine Nottreppe gebaut, damit die Trauungen überhaupt stattfinden konnten”, erinnert sich die Standesbeamtin Anna-Maria Sterl noch gut.

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