Pro-Natur-Vorsitzende Karin Casaretto während der Demonstration vor dem Rathaus

„Mehrheit, die spontan zusammengekommen ist”

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Die Vorsitzende des Vereins Pro Natur, Karin Casaretto, ist verstimmt über das Statement von Bürgermeister Schiller über die Demonstration vor dem Rathaus. Schiller sprach in der Sitzung von „schlechten Verlierern” und beklagte, dass demokratische Entscheidungsprozesse nicht akzeptiert würden. Er fügte noch an, dass der Verein Unwahrheiten in die Welt setze. herrsching.online veröffentlicht, weil der Verein sonst keine Bühne hat, die Entgegnung von Karin Casaretto. Sie schreibt: „Am vergangenen Montag waren mehr Bürgerinnen und Bürger vor dem Rathaus versammelt, als Amtsträger im Inneren der Ratsstube. Das ist eine Mehrheit, die kurzfristig und spontan zustandekommen ist und zeigt, dass Pro Natur Herrsching als Gemeinschaft etwas bewirken kann. Es ist schade, dass sich keiner der Gemeinderäte zu uns gesellt hat, oder die fehlende inhaltliche Auseinandersetzung mit den Bürgeranträgen öffentlich thematisiert wurde. Wir freuen uns über die neuen Mitglieder, die Pro Natur am Montag gewinnen konnte. Letztendlich ist es unser Ziel, gemeinsam mit allen Gruppierungen, die sich für Klimaschutz, Demokratie und soziale Gerechtigkeit einsetzen, in Herrsching etwas zu bewegen.” Nach eigenen Angaben hatte Gemeinderat Alexander Keim (FDP) vor der Gemeinderatssitzung mit Vertretern von Pro Natur gesprochen. Auch der grüne Gemeinderat Gerd Mulert hatte sich vor der Sitzung bei den Demonstranten sehen lassen. In der Sitzung aber sprach nur Keim die Demonstration an und fragte, wie man damit umgehen solle.

3 Comments

  1. Na ja – es kann schon sein, dass an einem Montagabend gegen 19 Uhr eine Anzahl von 30 (herrsching.online) oder mehr als 20 (SZ vom 23.4.24) Demonstranten vor dem Rathaus eine „ Mehrheit“ gegenüber den an diesem Abend anwesenden Amtsträgern im Rathaus darstellt.
    Interessant ist doch eher: welchen Anteil haben maximal 30 Demonstranten an einer Einwohnerzahl von mehr als 11.000 im Gemeindegebiet Herrsching ? Marginal. Lasst doch mal die Kirche im Dorf ….

    • In der Demokratie geht immer um Mehrheiten. Das ist richtig. Eine Mehrheit mit einer Stimme entscheidet bereits ein Für und Wider. Mit einer Stimme Mehrheit ging es vor einem Jahr in der Sache Baumschutz los. Nun, es hat sich der Herrschinger Gemeinderat dann an solchen knappen Mehrheiten auch immer wieder abgearbeitet. Ich persönlich möchte das Demonstrationsrecht nicht den Demokratiegegnern in unserem Land überlassen und friedlich auf Missstände hinweisen dürfen. Schließlich habe ich mich vor vielen Jahren für diesen Staat vereidigen lassen.

  2. Während des lebhaften Treibens der Demonstration ist es mir offenbar entgangen, Herrn Mulert und Herrn Keim zu treffen. Es freut mich sehr, dass Sie sich aktiv mit den Anliegen der Bürgerschaft auseinandersetzen, unabhängig von Ihren individuellen Standpunkten zu den drei Bürgeranträgen.

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