„Die Honoratioren, die ich begrüßen möchte, sind die Geflüchteten.“ So eröffnete Claus Wecker vom Verein „Wir schaffen das!“ das Interkulturelle Fest im und am Kurparkschlösschen. „Darf man in Kriegszeiten feiern?“ fragte Wecker (rhetorisch). Er war sich dann ganz sicher: „Ja. Mit Reden, Essen und Tanzen halten wir dagegen.“ Das Kabaret-Duo Silvana und Thomas Prosperi alias Faltsch Wagoni führte pointenreich durch das Programm am heißen Sonntagabend.

Der Verein „Wir schaffen das“, der das interkulturelle Haus 23 in der Bahnhofstraße führt, hatte ein musikalisch ambitioniertes Kulturprogramm auf die Beine gestellt: Es spielten: die Express Brass Band mit Weltmusik, der Comedian und Poetry-Slammer Hani Who, das Duo Ludwig Himpsl & Abathar Kmash, die Guitareros vom Programm MyStage mit einem Kurzauftritt und als Gast aus Dießen der Oud-Spieler Refaat.
In seiner Eröffnungsrede dankte Claus Wecker auch der Gemeinde für ihr Engagement im Verein. Den Dank nahm Kulturreferent Hans-Hermann Weinen entgegen. Ein reichhaltiges Buffet, gekocht und arrangiert von engagierten Damen des Vereins, war der kulinarische Höhepunkt des Abends.

Das Blabla im Haus 23 in der Bahnhofstraße ist ein interkultureller Treffpunkt: Der Verein „Wir schaffen das e. V.” engagiert sich „mit Herz und Verstand – ehrenamtlich” für die Völkerverständigung, den kulturellen Austausch und den gegenseitigen Respekt und die Unterstützung für Geflüchtete. Im „Wohnzimmer” Nummer 23 in der Bahnhofstraße treffen Mitbürger und Geflüchtete aufeinander., um sich kennen- und verstehen zu lernen. Der Verein organisiert Deutschkurse, hilft bei Behördenangelegenheiten und beim Formulare-Ausfüllen, vermittelt Therapieplätze, organisiert Nachhilfen für Schülerinnen und Schüler und gibt Computerkurse für Frauen. Die Frauen treffen sich immer freitags von 9 bis 13 Uhr. Geöffnet ist das Blabla für Begegnungen mittwochs von 17 bis 19 Uhr.



