Neun Erstklässler mehr als im letzten Schuljahr drücken nun die niedlichen kleinen Schultische in der Christian-Morgenstern-Schule: 101 ABC-Schützen verteilen sich auf fünf Klassen, darunter zwei sogenannte Flexiklassen, in denen Erst- und Zweitklässler zusammen unterrichtet werden.

Innerhalb dieser Klassen lernen die Schüler weitgehend individuell, sind aber trotzdem in eine Klasse integriert. Das ermögliche, so das Kultusministerium, ein schnelleres oder langsameres Lernen ohne den Verlust der sozialen Kontakte. Durch die flexible Schuleingangsphase solle der immer größer werdende Unterschied im Vorwissen der Grundschüler ausgeglichen werden. Das beuge Unter- und Überforderung der Schüler vor. Zudem solle der wachsende Trend, dass immer mehr Eltern ihre Kinder von der Schule zurückstellen lassen, gestoppt werden, heißt es in der Fachliteratur. Dieses Flexi-Modell gibt es schon seit 15 Jahren, inzwischen nehmen 250 Grundschulen in Bayern an dem Modell teil.

Die Sprachtests, die der bayerische Gesetzgeber 2024 angeordnet hatte, kommen mit diesem Schuljahrgang noch nicht zum Tragen. Erst Kitakinder, die zwischen dem 1. Oktober 2020 und 30. September 2021 geboren wurden, müssen vor der Einschulung einen Sprachtest, im Beamtendeutsch „Sprachstandserhebung“ absolvieren.

Wieviele Kinder der neuen Jahrgangsstufe einen migrantischen Hintergrund haben, konnte die Christian-Morgenstern-Schule nicht mitteilen. Bei der Fotoaktion für die Presse jedenfalls haben alle Kinder höchst engagiert mitgespielt und auf die Aufforderung der Fotografinnen und Fotografen freudig geschrien: „Cheese“.

Die hübschen Schultüten, die alle Kinder noch einmal für den Fototermin mitgebracht haben, waren inzwischen leer: Die Lektion „Essen, bevor’s schlecht wird“, haben alle Kinder schon mal gelernt.




