Eine Horrorvorstellung, die wohl jeder Autofahrer schon einmal hatte, ist für eine 54-jährige Seefelderin am Herrschinger Bahnübergang wahr geworden. Sie war in ihrem Peugeot unverschuldet unter einer sich absenkenden Bahnschranke eingeklemmt, ihr Wagen ließ sich nicht mehr vom Bahngleis wegfahren. Wahrscheinlich versperrte ihr die Gegenschranke den Weg. Ursache dieser misslichen Lage war ein 76-jähriger Herrschinger. Der Senior hatte den haltenden Peugeot unter die niedergehende Bahnschranke geschoben, weil er nicht rechtzeitig reagierte, als der Wagen vor ihm verkehrsbedingt anhalten musste. Nach Polizeiangaben schupste der Herrschinger den Wagen einige Meter aufs Gleis. Die Signalwarnung der Bahn funktionierte dann offensichtlich schnell, der Zugverkehr wurde eingestellt – von 13.30 Uhr bis 14.45 Uhr war der S-Bahnverkehr unterbrochen. Die unschuldige Peugeotfahrerin wurde bei dem Auffahrunfall leicht verletzt und vorsichtshalber ins Krankenhaus gefahren. Möglicherweise war sie wegen des Unfalls auch nervlich stark strapaziert. Der materielle Schaden ist gering – an beiden Fahrzeugen vermutet die Polizei Reparaturbedarf in Höhe von 2500 Euro.
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