Neue Gesichter, alte Mehrheiten

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Am Ratstisch nehmen am Montag sechs neue Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Platz: Dr. May-Britt Stumbaum und Sepp Steger in der CSU-Fraktion, Karin Casaretto bei den Grünen, Dr. Julia Voigtländer-Bolz bei der SPD, Nikolaus Eisenblätter bei der Bürgergemeinschaft Herrsching und Max Grieshuber von den Linken.

Mäßig spannend werden die (geheimen) Wahlen für die Ämter des zweiten und des dritten Bürgermeisters: Christina Reich von der CSU ist gesetzt für den Posten der Zweiten Bürgermeisterin. Das Amt des dritten Bürgermeisters übernimmt wohl wieder Wolfgang Schneider (SPD), weil er wahrscheinlich von der zehnköpfigen CSU-Fraktion unterstützt wird.

Die Grünen hatten ursprünglich ebenfalls Ansprüche auf den Posten angemeldet, dürften aber wegen der Mehrheitsverhältnisse im neuen Rat keine Chance haben. CSU und FDP bringen zwar nur elf Stimmen in die Abstimmungen ein. Da der Bürgermeister aber meist mit dem konservativen Block stimmt und die SPD ihre drei Stimmen häufig dazulegt (zum Beispiel beim Baumschutz und bei der Umbenennung der NS-Straßennamen), ergibt sich theoretisch eine satte Mehrheit von 15 Stimmen gegen neun von Grünen und BGH.

Die Fraktionssprecher wurden in den internen Sitzungen bereits bestimmt: Bei der CSU tritt wieder Thomas Bader an, bei der BGH ist Christiane Gruber traditionell die Anführerin, und in der SPD wird mutmaßlich Hans-Hermann Weinen das Sprecheramt übernehmen. Keine Kampfabstimmung wird bei der FDP und bei den Linken erwartet: Alexander Keim spricht für sich selbst, weil er künftig das Fähnlein der FDP allein hochhalten wird, und Max Grieshuber ist als Solitär der Linken dank der komplizierten Wahlarithmetik auf der letzten Rille in den Rat gerutscht.

Komplizierter ist es bei den Grünen: Die bisherige Fraktionssprecherin Anke Rasmussen gehört dem Rat nicht mehr an, der natürliche Nachfolger wäre Gerd Mulert. Doch da kommt der grüne Frau-Mann-Automatismus ins Spiel. Deshalb tritt die grüne Gruppe, die sich bei der letzten Wahl um zwei Räte verkleinert hat, gleich mit einer Doppelspitze an – der ehemaligen Bürgermeisterkandidatin Karin Casaretto und Gerd Mulert. Casaretto wird für ein Jahr erste Sprecherin, danach wechselt die Rangfolge. Casaretto ist neu im Gemeinderat.

1 Comment

  1. Eine deutliche Verjüngung des Gemeinderates. Das Durchschnittsalter wurde um 10 Lebensjahre gesenkt. Das ist sicher gut so, denn in der Gemeinde Herrsching haben wir zu viele Rentner und Pensionäre. Gut ist auch, dass vielleicht nach dem Coronaschock die junge Generation wieder mehr in den Fokus der Politik kommt. Als alter Mensch fühle ich mich in der Gemeinde Herrsching gut versorgt und habe keinen Anlass zur Klage. Kümmern wir uns also um Kinder, Behinderte und Kranke…

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