Herrsching, 16. Juli: Eine Horrorvorstellung, die wohl jeder Autofahrer schon einmal hatte, ist für eine 54-jährige Seefelderin am Herrschinger Bahnübergang wahr geworden. Sie war in ihrem Peugeot unverschuldet unter einer sich absenkenden Bahnschranke eingeklemmt, ihr Wagen ließ sich nicht mehr vom Bahngleis wegfahren. Wahrscheinlich versperrte ihr die Gegenschranke den Weg. Ursache dieser misslichen Lage war ein 76-jähriger Herrschinger. Der Senior hatte den haltenden Peugeot unter die niedergehende Bahnschranke geschoben, weil er nicht rechtzeitig reagierte, als der Wagen vor ihm verkehrsbedingt anhalten musste. Nach Polizeiangaben schupste der Herrschinger den Wagen einige Meter aufs Gleis. Die Signalwarnung der Bahn funktionierte dann offensichtlich schnell, der Zugverkehr wurde eingestellt – von 13.30 Uhr bis 14.45 Uhr war der S-Bahnverkehr unterbrochen. Die unschuldige Peugeotfahrerin wurde bei dem Auffahrunfall leicht verletzt und vorsichtshalber ins Krankenhaus gefahren. Möglicherweise war sie wegen des Unfalls auch nervlich stark strapaziert. Der materielle Schaden ist gering – an beiden Fahrzeugen vermutet die Polizei Reparaturbedarf in Höhe von 2500 Euro.
Tourist vermisst sein Auto in Stegen – es stand in Schondorf
Herrsching/Stegen/Schondorf: Ein etwas älterer Tourist aus Norddeutschland mit behindertem Sohn meldete sich am frühen Freitagabend bei der Polizeiinspektion Herrsching und bat um Hilfe bei der Suche nach seinem Auto. Er hatte seinen Wagen nach eigener Aussage in Stegen geparkt, machte mit seinem Sohn eine Dampferrundfahrt auf dem Ammersee und suchte nach dem Aussteigen sein Auto vergebens. Die Polizei half dem Mann, in Stegen nach seinem Wagen zu suchen. Nach erfolgloser Fahndung zeigte der Mann auf seinem Handy Fotos von der Dampferrundfahrt – und siehe da, der Besucher war nicht in Stegen, sondern in Schondorf auf den Dampfer gestiegen. Vater und Sohn wurden von der Polizei nach Schondorf gefahren, wo nach kurzer Suche der Wagen wohlbehalten auf dem Parkplatz stand. Die Polizei, dein Freund und Helfer.
Radfahrer stürzte wegen Hupsignalen vor Schreck auf die Straße
Herrsching: Jetzt wird die Hitze auf Herrschings Straßen sogar aktenkundig: Beim Überqueren der Straße am Gymnasium hupte am letzten Mittwoch eine Autofahrerin einen 67-jährigen Radfahrer so hysterisch an, dass der vor Schreck vom Rad fiel. Er rappelte sich aber unverletzt und schnell wieder auf und verfolgte die unverschämte Autofahrerin in ihrem Audi A 1. An der Rotampel stellte er die Frau zur Rede, was die aber nicht sonderlich beeindruckte – sie fuhr einfach weiter. Die gute Nachricht: Die Autonummer der Dame ist bekannt. Die Polizei Herrsching bittet dennoch um Zeugenaussagen.
Zwei tödliche Badeunfälle an einem Wochenende
Starnberg: Am Sonntag, 28. Juni, ist in den späten Abendstunden ein 84-jähriger Mann im Starnberger See ertrunken. Nachdem der Mann nicht zu gewohnter Zeit zurückgekommen war, alarmierte die besorgte Familie die Polizei. Die Rettungskräfte suchten daraufhin den Platz ab, an dem der Rentner üblicherweise badet. Sie fanden den Mann leblos, sofortige Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck geht von einem Badeunfall aus.
Starnberg: Am Samstag ertrank ein 23-jähriger Mann im Starnberger See. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte, ist der Georgier von einem Boot aus ins Wassesr gesprungen. Kurze Zeit später verschwand er plötzlich von der Wasseroberfläche. Der 26-jährige Begleiter machte auf den Seenotfall aufmerksam, mehrere Helfer suchten vergeblich nach dem Mann. Taucher, die später an der Unfallstelle nach dem Verunglückten suchten, fanden den Mann dann in acht Meter Tiefe tot auf. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und geht nach bisherigen Erkenntnissen von einem Badeunfall aus. Hinweise auf eine Beteiligung Dritter hätten sich nicht ergeben, teilte die Polizei mit.
50 Helfer suchen 17-Jährige im Wörthsee – sie hatte „die Zeit aus den Augen verloren“
Wörthsee: Am Dienstagabend ging ein Notruf wegen einer vermissten 17-jährigen Schwimmerin ein. Die Jugendliche sei, so ihre Mutter aufgeregt, für eine etwa 20-minütige Schwimmrunde ins Wasser gegangen. Nach mehr als einer Stunde ohne Rückkehr der jungen Frau wurden Einsatzkräfte mit einer Stärke von über 50 Personen mobilisiert: Wasserwacht-Boote, die örtliche Feuerwehr mit eigenem Boot, Polizeikräfte, Ersthelferinnen und zwei Drohnen zur Unterstützung aus der Luft. waren im Einsatz. Zudem wurde ein Polizeihubschrauber angefordert. Kurz bevor der Hubschrauber am Wörthsee war, wurde das Mädchen am Ufer in Steinebach unversehrt angetroffen.
Das Mädchen gab an, die Zeit aus den Augen verloren zu haben. Nach Einbruch der Dunkelheit, die von einem kurzen Gewitter begleitet wurde, wollte sie am Ufer entlang zum Ausgangspunkt zurückschwimmen, um bei einer möglichen Wetterverschlechterung das Wasser rechtzeitig verlassen zu können.




