Mehr als 100 freundliche Fest-Helfer, bei Olympischen Spielen nennt man sie Volunteers, sind in diesen Tagen viele Stunden ehrenamtlich auf den Beinen. Sie sitzen auf der Festwiese an den Kassen, steuern Licht, Sound und Menschen, sorgen für Ordnung, schenken Freude und Bier aus – sprich, sie sind unentbehrlich. Und sie schenken nicht nur aus, sie stecken auch viel ein. So berichteten Helfer am Eingang der Madeleine-Ruoff-Straße über unerfreuliche Begegnungen mit wütenden Autofahrern. Der Anlass ist trivial: Manche sind sauer, weil sie die MR-Straße nicht von Nord nach Süd befahren dürfen, während des Festes herrscht auf der seenahen Straße Einbahnverkehr. Das Wort vom Ehrenamt bekommt so einen grauslichen Beigeschmack: Ist es eine Ehre, beleidigt zu werden? Massive Beleidigung hatte der BRK-Sanitäter und „Streetworker“ Tobias Schneider an der Straßensperre der MR-Straße noch nicht erlebt, aber hartnäckige Versuche, sich am Verbotsschild vorbeizumogeln. Einer erzählte, er müsse da jetzt sofort einfahren, weil er zum Fußball auf dem alten Sportplatz verabredet sei. „Aha, Fußball, sehen Sie hier einen Fußballplatz? Ich seh nur ein Festzelt“, sagte Schneider und schüttelte den Kopf. Solche Autofahrer sollte man eigentlich zur Medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) schicken.
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Was kann die Politik machen, dass ehrenamtlich tätige Menschen bei einem Gemeindefest, im Sport oder anderen öffentlichen Bereichen respektvoll behandelt werden? Es stellt sich diese Frage inzwischen leider überall und n7cht nur für die Politiker. Schade.