Während Wirtschaftsingenieur und Heizungsexperte Philipp Diehl-Thiele den kernigen Satz formulierte: „Zur Wärmepumpe gibt es keine vernünftige Alternative“, verkündeten zeitgleich die Nachrichten: „Der Heizungskeller ist wieder Privatsache, das Heizungsgesetz wird abgeschafft.“ Diehl-Thiele hatte sich in einem Vortrag auf einer Grünen-Veranstaltung in der Schreinerei Darchinger mit der Zukunft der Wärmeversorgung beschäftigt. Zu seiner These passte dann das Eckpunkte-Papier der CDU-SPD-Koalition wie die Faust aufs Auge: Heizungen müssen keine Öko-Komponente mehr haben. Erst ab 2029 müssten grüne synthetische Kraftstoffe beigemischt werden. Die aber, so die SZ, verteuerten eine fossile Heizung im Jahr um 200 bis 300 Euro pro Einfamilienhaus. Der Landratskandidat der Grünen, Benjamin Barho, hatte in seiner kurzen Begrüßung die Rolle rückwärts schon verkündet, bevor die Nachricht verbreitet wurde. Die Süddeutsche Zeitung titelte am Donnerstag über das Koalitionspapier: „Sie geben Gas“.
Mit einem scheinbar skurrilen Einwurf hatte der Energieexperte, dessen Firma Wärmeanlagen konzipiert, seine Zuhörerinnen und Besucher verblüfft: „Die effektivste Heizung ist – die Klimaanlage.“ Sie übertrifft sogar die Wärmepumpe, ist allerdings etwas unpraktisch – man müsste in jedem Zimmer eine Klimaanlage betreiben.

Die Wärmepumpe sei eine Spende der Natur an die Menschen: Steckt man eine Kilowattstunde in die Anlage, gibt sie drei bis vier Kilowattstunden zurück – je nach Konstruktion und Wärmequelle (Fachleute nennen das den COP-Wert, Coefficient of Performance). Kleiner Abschweifer: Die besten Wärmepumpen bauten, so Diehl-Thiele, die Österreicher. Weil Wärme aus der Umgebungsluft oder aus Erdwärme künftig billiger wird als fossile Energie, werden neuerdings auch mehr Wärmepumpen als Gasthermen in Neubauten installiert.
In Bestandsgebäuden gibt es aber noch viel Nachholbedarf, weil, so Diehl-Thiele, viele „Mythen“ in der Bevölkerung kursierten. Beispiel: Wärmepumpen würden in ungedämmten Häusern nicht funktionieren. Eine Wärmepumpe müsse aber genau auf das Haus, die Größe des Gebäudes und die baulichen Eigenheiten angepasst werden. Diehl-Thiele riet dringend von einer überdimensionierten Wärmepumpe ab, weil zuviel Leistung der Lebensdauer schade. Am besten, so Diehl-Thiele, sei es, wenn eine Pumpe möglichst durchgehend mit niedrigen Umdrehungszahlen laufe – das häufige On-Off schade dem Kompressor. Deshalb sei auch ein Thermostat an den Heizkörpern kontraproduktiv.
Wie man eine Wärmepumpe genau einstelle, wusste Diehl auch: Alle Heizungskörper voll aufdrehen und dann die Vorlauftemperatur so weit herunterregeln, bis eine angenehme Raumtemperatur erreicht sei. Das Procedere könnte die Firma (https://www.42watt.de) erläutern.




„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd.“ Kaiser Wilhelm II. (angeblich)
und das Kamel für den Wüstenurlaub…
Jetzt fehlt nur noch der Rückwärtssalto, dass wir statt EAuto wieder Diesel-und Verbrennerautos kaufen sollen. Da bin ich mal gespannt, was die Zukunft noch so bringt.