Gemeinde gibt keinen aus: Für Gastro-Sperrstunden ist Landratsamt zuständig

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Der Antrag des Kiez-Wirts Fritz Frömming, die Öffnungszeiten der Außengastronomie in den Sommermonaten zu verlängern, wurde im Gemeinderat nicht zur Abstimmung zugelassen. Bürgermeister Schiller beschied den Antragsteller mit dem Satz: „Wir sind nicht zuständig.“ Hauptamtsleiter Guido Finster verwies darauf, dass man sich dafür an das Landratsamt Starnberg wenden müsse. Gemeinderat Alexander Keim erinnerte in seiner Wortmeldung an die Biergartenrevolution, in der das Volk die Regierung motiviert hatte, die Biergärten vor ruinösen Sperrzeiten zu schützen. Außer Keim meldete sich kein anderer Gemeinderat oder keine -rätin zu Wort, das Thema ist offenkundig toxisch vor einer Kommunalwahl. In der Abstimmung auf herrsching.online sprachen sich bis Montagabend 71,83 Prozent der Stimmen für längere Öffnungszeiten im Sommer aus.

8 Comments

  1. Ich frage mich schon, warum der ganze Zirkus auf die Tagesordnung kommt, wenn die Gemeinde nicht zuständig ist.
    Man hätte Herrn Frömming bei Antrags-Stellung darauf hinweisen können!

  2. Die Biergartenrevolution von 1995 bezog sich auf die angeordnete Sperrstunde ab 21:30 der Waldwirtschaft in Großhesselohe, die dann gekippt wurde auf den letzten Ausschank um 22:30 sowie Sperrstunde ( alle Tische leer) um 23:00 in traditionellen Biergärten ( Ausschank unter Bäumen, Speisen können mitgebracht werden).

    • Danke für diesen Hinweis! Man könnte im Kiez ja versuchen, den Außenbereich zum Biergarten „umzugestalten“ und damit von längeren Öffnungszeiten im Außenbereich zu profitieren. Dann natürlich auch mit dem Recht, eigene Speisen mitbringen zu dürfen.

  3. Ich fand es erstaunlich, dass Bürgermeister und Gemeinderat – bei nur einer Gegenstimme, praktisch ohne Diskussion mit Verweis auf die Zuständigkeit des Landratsamtes den Antrag weitergeleitet haben. Irritierend war auch zu hören, man solle sich doch individuell persönlich an das Landratsamt wenden.
    Ähnlich ging es mir beim Thema Umgestaltung Bahnhofstrasse, das von Frau Casaretto eingebracht wurde. Die Bereitschaft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, war beim Bürgermeister eher minimal ausgeprägt.

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