Der Lkw war lauter als die Musik

1 min read
Maximilan Mantz war der Mann an den Reglern im Festzelt. Über ein Außenmikrofan bekam er laufend den Lärmpegel auf der M-R-Straße angezeigt.

Der Lärmschutz beim Jubel-Fest war ein großes, um nicht zu sagen lautes Thema im Rathaus und im Orga-Team. Man fürchtete offenkundig massive Beschwerden aus der Nachbarschaft in der M–R-Straße. Deshalb haben der Orga-Co-Chef Alexander Tropschug und sein Ton-Mann Maximilian Mantz viel Aufwand betrieben, um alle Auflagen penibel einzuhalten. Eine Maßnahme, die niemand wahrnahm, aber hohen dokumentarischen Wert hat, war ein Außenmikro an der technischen Brücke über die MD-Straße. Und tatsächlich schlugen die Messpegel einmal aus, so dass 101 dB(A) erreicht wurden. Mantz erklärt: „Das war ein Lastwagen, der auf der M-R-Straße unter dem Außenmikrofon durchfuhr.“ Auf dem Monitor, der die Lautstärke im Außenbereich widergab, waren am Sonntagnachmittag 50 bis 58 dB zu sehen. (40 bis 60 dB entstehen zum Beispiel bei mäßigem Regen oder normaler Unterhaltung). Die Lautsprecher im Zelt, die vom Orga-Team angemietet wurden, waren technische Raffinessen. Mantz: „Die Lautsprecher-Batterien waren in einer leichten Krümmung angeordnet. Der unterste Lautsprecher beschallt den Raum vor der Bühne so dezent, dass man sich während der Musik noch unterhalten konnte.“ Die Anlage wurde vor dem Fest von einem Fachmann eingemessen, um alle Auflagen der Behörde zu erfüllen. Kostet alles Geld, erspart aber viel Ärger.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Aktuellste Meldungen