25 Zollfahnder auf der Großbaustelle im Einsatz/Arbeiten gehen weiter/
Bei der Zoll-Razzia an der Großbaustelle des Gymnasiums am Dienstagfrüh gerieten 3 Arbeiter ins Visier der Fahnder. Wie das Hauptzollamt Rosenheim herrsching.online mitteilte, bestehe bei „3 Arbeitnehmern Anlass für weitere Überprüfungen. Ob es zur Einleitung von Ermittlungsverfahren kommen wird, stellt sich nach Abschluss dieser Prüfungen heraus“. Die Großbaustelle sei „verdachtsunabhängig“ kontrolliert worden, das heißt: Es gab wohl keine Hinweise auf Verstöße. Die Bauarbeiten gehen unterdessen weiter, am Mittwoch wurde bis in die Abendstunden im Mühlfeld gearbeitet.

Wie das Hauptzollamt weiter mitteilte, waren 25 Zollbeamtinnen und -beamten im Einsatz. Unterstützt wurde die Bundesbehörde durch die Polizeiinspektion Herrsching. Insgesamt wurden 53 Arbeiter überprüft. Dabei ging es „in erster Linie“ um die Werksverträge und die Einhaltung der Mindestlöhne. Dabei sei auch kontrolliert worden, ob die Beschäftigten korrekt bei den Sozialversicherungen angemeldet waren und ob eine eventuelle Scheinselbständigkeit vorliege.
Wenn bei der Zollrazzia viele Arbeiter ins Visier der Fahnder geraten wären, hätte das ein PR-Desaster bedeutet – schließlich hatte der Landrat am vergangenen Donnerstag die Presse zur umfassenden Baustellenbesichtigung eingeladen. Solche Einladungen spricht niemand aus, wenn auch nur der leiseste Verdacht einer illegalen Beschäftigung vorhanden wäre.
Auf der Baustelle arbeiten 53 Arbeiter verschiedener Firmen. Viele Beschäftigte kommen aus Balkanstaaten wie Bosnien-Herzegowina. Gag am Rande: Vielleicht aus Heimweh haben die Arbeiter mit Grafitty die Namen ihrer Heimatstädte auf den Beton gesprüht. Auf der Baustelle wurden 8 Büro- und Aufenthaltscontainer gestapelt, neuerdings gibt es sogar einen Sanitätscontainer, falls ein Arbeiter nach einem Unfall schnell behandelt werden muss.
Ungefähr 23 Millionen Euro sind nach Angaben des Projektleiters Sebastian Gier schon verbaut worden, und 62 Prozent der Bauleistungen wurden schon vergeben. Die Bauherren vom Landratsamt rechnen damit, dass das Gymnasium zum Schuljahreswechsel 2025 seinen Betrieb aufnehmen kann.





