Mit Hochdruck kann die Herrschinger Feuerwehr nun gegen Wald- und Schilfbrände kämpfen: Eine neue Löschanlage zerstäubt das Löschwasser mit 230 Bar so fein, dass auch winzigen Glutnestern am Boden der Zunder ausgeht.
Kommandant Peter Saur hat das neue Gerät jetzt stolz der Presse vorgeführt. Es sitzt auf Herrschings Wiesenwiesel namens UTV (Utility Terrain Vehicle), das sich allradgetrieben selbst durch gröbstes Gelände robbt – so robust wie ein Unimog, so klein und wendig wie ein SUV. Mit diesem VW-Bus-großen Fahrzeug kann sich die Feuerwehr auch auf wurzelreichen Seeuferwegen durch die Botanik kämpfen.
Auf der Pritsche des Offroadgerätes sitzt der Hochdruck-Sprayer, der – Achtung Amtssprache – Vegegationsbrände löschen soll. Ein Tank mit 210 Litern Inhalt versorgt die Löschlanze mit Wasser, das wahlweise im „Voll- oder Sprühstrahl “ gegen die Flammen kämpft.
Dieses Gerät ist nicht nur technisch raffiniert, es ist auch ein Beispiel wertvollen Bürgersinns: Ein Spender hat einen ganz dicken Scheck ausgeschrieben – das Gerät kostet immerhin 13 000 Euro. Gekauft hat es dann der Feuerwehrverein Herrsching, Steuergelder aus dem Gemeindesäckel sind also nicht „verbrannt“ worden.
Die Hochdrucklöschanlage kann übrigens nicht nur huckepack mitfahren, sie kann auch fliegen: Dank der Kranösen könnte man die Löschkanone auch unter einen Lastenhubschrauber hängen.
Trotz neuer „Waffen“ gegen Waldbrände hofft die Herrschinger Feuerwehr, dass sie nicht gleich ausrücken muss. Kommandant Peter Saur berichtet, dass die Waldbrand-Warnstufe 3 von 5 gilt.



