Endspurt im Kommunalwahlkampf. „Wann ist denn die Wahl?“ fragte eine Passantin die Stimmenwerberinnen und Kandidaten an ihren Ständen. Dabei ist schon am Aufgalopp der Parteien zu sehen: Am nächsten Sonntag, also am 8. März, werden 24 Kandidatinnen und Bewerber wissen: Die nächsten sechs Jahre sitzen sie zweimal im Monat an einem ovalen Holztisch und entscheiden über Herrschings Geschicke. Damit die Stimmzettel voll werden, stehen auf den Plätzen 10 bis 24 häufig Namen, deren Träger dem Wähler dankbar wären, wenn er sie verschonen würde. Auf den vorderen Plätzen aller sechs Wahllisten (CSU, Grüne, BGH, SPD, FDP und Linke) aber drängen sie ins Rathaus. Die Zusammenstellung des alten Gemeinderats war spannend: Je nach Abstimmungsverhalten der SPD gab’s eine Mehrheit der Öko-Orientierten mit Grünen und BGH oder der Konservativen mit CSU und FDP. Die Sitze der einzelnen Parteien und Gruppierungen: CSU 8 Ratssitze, Grüne 7 Sitze, BGH 4 Sitze, SPD 3 Sitzen und FDP 2 Sitze. Der blaue Elefant ist im Wahlkampf häufig präsent: „Ich wähle AfD.“ Aber die haben gar keine Liste in Herrsching. „Ich wähle sie trotzdem“, sagte eine Passantin. Eine Wahlhelferin der Grünen sagte daraufhin fast flehend: „Ich möchte nur hören warum. Aber da kommt dann nichts mehr.“
Spannend die Bürgermeisterwahl: Christian Schiller ist seit 18 Jahren (3 Legislaturperioden) im Amt. Schiller wird von der CSU unterstützt, ist aber parteilos. Er kandidiert allerdings auf der CSU-Liste für den Kreistag. Um das Bürgermeisteramt bewirbt sich auch die Filmregisseurin Karin Casaretto, die von den Grünen und der Bürgergemeinschaft Herrsching (BGH) unterstützt wird.






