Ice Breaker – ein Präventionstheaterstück zur Aufklärung über Depressionen und Angststörungen bei Jugendlichen haben Ibrahim, Matin, Ali, Tuna, Emily, Linus und Phil aus der achten Jahrgangsstufe der Mittelschule der Christian Morgenstern Schule Herrsching auf die Bühne gebracht. Die Rektorin Katharina Casper (rechts im Bild) und die Theaterpädagogin Annika Schweizer freuen sich mit den Darstellern über den gelungenen Premierenabend. Foto: Catharina Geiselhart

Welche Symptome deuten bei Schülern auf Depressionen hin?

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„Wie erkenne ich eine Depression bei Heranwachsenden?“ fragt ein spannendes Theaterstück, das die Christian-Morgenstern-Schule auf die Bühne brachte. Das Schüler-Publikum erhielt dabei Einblicke in einen Tag im Leben zweier gleichaltriger Jugendlicher, einem Jungen und einem Mädchen. Die beiden versuchen, ihren Alltag zwischen Schule, Familie, Hobbies und Freunden zu meistern. Und das unter den allgemeinen Auswirkungen der Pubertät auf Grund von hormonellem Chaos im Körper und emotionalem Wirrwarr im Kopf. Das Publikum konnte dabei seine Einschätzung abgeben, ob die Bühnenrollen Jugendliche darstellen, die „nur schlecht drauf“ sind. Oder aber ob dahinter nicht doch eine Depression steckt.

Unterstützt und angeleitete wurden die sieben Freiwilligen aus den zwei achten Klassen der Mittelschule von der Theaterpädagogin Annika Schweizer, die bei der Premiere moderierend durch die Vorstellung führte.

Die Zuschauer konnten auf einer Liste überprüfen, was denn nun stimmt: Sind die Jugendlichen in ihren Schauspielerrollen im pubertären Gefühlschaos, oder deutet sich da eine Depression an? In wiederkehrenden Spielpausen zwischen den einzelnen Szenen wurden die Zuschauer von der Moderatorin befragt, bei welchem der Kinder sie die Depression vermuten würden. Und welche Symptome und Verhaltensweisen ihre Meinung stützen. Die Check-Liste für den Depressionsverdacht umfasst 14 Aussagen. Von „Du bist oft ohne Grund bedrückt und mutlos.“ bis zum akuten Notfallauslöser „Du bist verzweifelt und möchtest nicht mehr leben.“

Schon das Zutreffen von fünf dieser Listen-Aussagen könnte ein Zeichen für eine depressive Episode sein. So hangelte sich das Publikum gespannt und mitfühlend von einem szenischen Abschnitt zum nächsten und fand letztendlich treffend heraus, welches Kind wirklich von einer depressiven Erkrankung betroffen war und welches „nur“ in seinem von typischen pubertären Problemen geprägten Alltag strauchelte.

Ibrahim, Matin, Ali, Tuna, Emily, Linus und Phil haben es geschafft, dieses schwierige Thema wirklich eindrucksvoll und hervorragend erklärend auf die Bühne zu bringen. Emotionen und Handlungsweisen der Protagonisten, der Eltern, Geschwister und Freunde sowie des behandelnden Arztes haben die Schülerin und Schüler sehr überzeugend dargestellt.

Catharina Geiselhart

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