Massaker blieb aus

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Sie sind dann doch am Donnerstag gekommen, aber das Kettensägen-Massaker blieb aus: Die Gehölzpfleger von der Flussmeisterei Benediktbeuren haben am Kienbach nur die rotmarkierten Bäumchen mit geringem Durchmesser entfernt. Wie berichtet, hatte das Wasserwirtschaftsamt angekündigt, dass im Rahmen der Sanierung Sträucher, Stauden und kleinere Bäume aus dem Bachbett entfernt würden. Daraufhin hatten die Bachfreunde von Pro Natur zu „Bachwachen” aufgerufen, und ein Hauch von Lützerath machte sich am kleinen Wildbächlein breit.

2 Comments

  1. Mitnichten ist durch die Maßnahme der Flußmeisterei der entstandene Schaden gering ausgefallen.

    Seit Beginn der Eingriffe wird LKW-Ladung für LKW-Ladung Strauchwerk abgefahren.
    Die Eingriffe sind massiv und die ehemals eingewachsenen Habitate verloren.

    Die ausgeführten Schnittmaßnahmen haben ausschließlich bauliche Hintergründe.
    In keinster Weise haben die Maßnahmen auf die ökologische Funktion der direkt abhängigen Fauna und Flora Rücksicht genommen.

    Das der Kienbach im Laufe der Jahrzehnte durch die massive Bebauung in ein unnatürlich schmales Bachbett gezwängt wird, bleibt menschengemacht und kaum umkehrbar.

    Allerdings ist jetzt mit dem restlichen Bachprofil schonungslos umgegangen worden. Natürliche Ufersicherung durch die Durchwurzelung ist massiv beschädigt worden.

    Der bald darauffolgende Baggereinsatz macht die Befürchtungen, dass es zu weiteren, erheblichen und irreparablen Beschädigungen kommt, sehr wahrscheinlich.

    Es ist löblich, dass an anderer Stelle der Bagger für Amphibien Lebensraum in Rausch wiederherstellt, allerdings ist mit den „…abgestimmten Maßnahmen am Kienbach…“, die also der Gemeinde vorher bekannt waren, mindestens wieder mit dem Hintern umgerissen worden, was anderenorts zur Verbesserung der Ökologie versucht wird.

    Die Erde hat nun mal keine zwei Hüllen.
    Kompensation von zerstörter Natur war und ist eine Mogelpackung

    Schlußendlich ist der Umgang mit dem Kienbach eine beispielhafte Frage der grundsätzlichen Haltung innerhalb Gemeinde.

    Solange Maßnahmen zur dringend erforderlichen Qualitätsverbesserung des Naturhaushaltes innerhalb von Herrsching nicht als Pflichtaufgabe sondern nach wie vor als freiwillige Leistung angesehen wird, wird Herrsching peu á peu zum unansehnlichsten Puzzleteil in der vermeintlich intakten Umgebung.

  2. Was für eine völlig sinnfreie Überschrift!!
    Die Natur wird hier auf ein unnötiges Maß beeinträchtigt und es gibt mittlerweile viele Herrschinger die sich für die Agenda21 ProNatur Herrsching einsetzen und die Maßnahmen kritisch begleiten. Der übermässigen Eingriff ist zu missbilligen. Mittlerweile haben wir hier den Eindruck die Ortschaft soll möglichst von zu viel Natur befreit werden. Wer sie jetzt nicht rettet , der hat keinen natürlichen Lebensort mehr für die nächsten Generation zu hinterlassen!
    Am 16.02. können Alle interessierten im Kurparkschlösschen ab 19:00 Uhr weiter zum Thema „Grüne Lebensqualität in Herrsching “ diskutiert.

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