Omikron is over. Diese fröhliche Botschaft ging am Montagabend vom Gemeinderat in Herrsching aus: Nur 5 Gemeinderäte und zwei Mitarbeiter des Rathauses trugen in der Sitzung Masken, obwohl der Saal, kaum größer als ein geräumiges Klassenzimmer, den größten Publikumsandrang seit langer Zeit verkraften musste. Der Bürgermeister stellte – gesetzeskonform – jedem frei, einen Virenfänger zu tragen – oder die neue Freiheit oben ohne zu genießen. Die Gemeinderatssitzungen waren in den Hochzeiten der Pandemie tatsächlich qualvoll: Räte und Rathaus-Mitarbeiter mussten selbst bei Redebeiträgen durch die Vliese sprechen. Die letzte öffentliche Gemeinderatssitzung, die etwa 80 Minuten dauerte, war deshalb eine Manifestation der „freien Rede“. Und wenn die Berliner Regierung verfügt, dass Omikron Geschichte ist, dann ist es Geschichte, auch wenn die Inzidenzen wieder steigen und die Zahl der hospitalisierten Fälle in Bayern um 46 Prozent zugenommen hat. Lauter Bach-Reden zum Kienbach waren also wieder ohne Sprachbarriere vernehmbar, zumal eine neue Mikrofonanlage ihre Feuerprobe bestanden hat.
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Die grüne Gemeinderatsfraktion will mit einer neuen Strategie die NS-belasteten Straßennamen wieder auf die Tagesordnung bringen:
Spüren Sie es auch schon – das Frühlingserwachen? Wenn nicht, will der Gewerbeverband WIR in Herrsching
Es gibt viele Wahrheiten über Wein (in vino veritas) und noch mehr Legenden über den vergorenen
Die Herrschinger Künstlerin Patricia Wolf entstammt einer jüdischen Familie, die in der NS-Zeit in die USA
Die Leserkommentare zum Dauerstreit über die NS-belasteten Straßennamen bringen viele kluge Argumente, sind voller Empörung, enthalten



