Karate-Kämpfer Norbert Wittmann (rechts bei einer Selbstverteidigungsübung im Herrschinger Budo-Verein), hat mit einem überraschenden Move die Besucher der Bürgerversammlung und den Bürgermeister verblüfft. Foto: Gerd Kloos

Konter mit dem Fünfziger

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Ein Bürger, der die Bücher liebt: Der ehemalige Bundespolizei-Kommissar Norbert Wittmann, in Herrsching für penible kommunalpolitische Recherche bekannt, hat in der Bürgerversammlung einen überraschenden Coup gelandet. Nachdem der Bürgermeister die Bedeutung der Gemeindebüchereien gerühmt hatte, aber weiteres Investment in das Reich des Wissens aus Geldmangel abschlägig beschied, hoben eine Herrschinger Bürgerin und Vielleser Wittmann noch einmal die Bedeutung des Lesens hervor. Darauf konterte der Bürgermeister, Wittmann könne die Bücherei ja mit einer Spende unterstützen. Er rechnete wohl damit, dass das Thema mit diesem Totschlagargument erledigt sei. Wittmann grinste daraufhin, holte seine Geldbörse aus der Tasche, zog einen Fünfziger-Schein heraus und legte ihn auf den Tisch der Rathaus-Abteilungsleiter. Hinterher gestand Wittmann, dass er sich auf diesen Gag vorbereitet hatte: „Den Spruch mit der Spende hatte Schiller bereits in der Bürgerversammlung 2025 gebracht,“ sagte er, „der Bürgermeister ist inzwischen berechenbar.“ Deshalb hatte Wittmann einen Fünfziger eingesteckt und spielte dann seinen Spenden-Kontor genüßlich aus.

1 Comment

  1. Wenn ich mich daran erinnere, dass ich in meinem langen Berufsleben velen Erstklässlern beim Leselernprozess geholfen habe, dann freue ich mich schon über diese Spende. Die Kulturtechnik Lesen sollte nicht nur elektronisch gepflegt werden, sondern für die Kinder auch haptisch verfügbar sein. Warum? Wir könnten uns darüber mal diskutierend austauschen.

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