• Die unterlegene Bürgermeister-Kandidatin Karin Casaretto gratuliert dem bestens gelaunten Wahlsieger Christian Schiller. Schiller hatte seine ganze Familie mitgebracht (rechts seine Frau, dahinter die Söhne Felix und Valentin Schiller. Links der Lebensgefährte von Karin Casaretto, Christian Mueck. Foto Gerd Kloos
  • Nach der ersten Enttäuschung kann sie wieder lachen: Verliererin Casaretto mit dem alten neuen Bürgermeister, der nun die vierte Legislaturperiode angeht.
  • Wahlleiter Wannenmacher verkündet das vorläufige Endergebnis im Sitzungssaal.
  • Da freut sich ein Fan: Die Fraktionssprecherin der Grünen, Anke Rasmussen, beglückwünscht den Bürgermeister mit einer herzlichen Umarmung.
  • Den Kuchen verteilen, solange er noch warm ist: Casaretto und Schiller schneiden die kunstvoll verzierte Wahltorte von der Konditorei Stahl an. Beide freuten sich, dass sie im Wahlkampf nicht die Messer gewetzt hatten.

Schiller gewinnt Wahl mit 31 Prozent Vorsprung

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Kurz nach sieben stand das Ergebnis fest: Christian Schiller gewinnt die Bürgermeisterwahl mit einem Rekordergebnis: 65,5 Prozent der Wahlbürger haben sich für den amtierenden Bürgermeister ausgesprochen. Schiller gewann gegenüber der letzten Wahl vor sechs Jahren noch einmal 4.3 Prozent dazu. In einem Statement für herrsching.online sagte Schiller: „Ich bin sehr erleichtert. Und eine anstrengende Zeit ist wieder vorbei.“ herrsching.online: „Hätten Sie dieses Ergebnis erwartet?“ Schiller: „Ich war auf alles gefasst. Aber ich freue mich über das Ergebnis und bedanke mich herzlich über das Vertragen.  Ich habe mein Ergebnis von der letzten Wahl noch einmal verbessert.“ herrsching.online: „Haben Sie den Wahlkampf als hart empfunden?“ Schiller:  ”Konkurrenz ist immer hart.  Aber zum Schluss zählt das Ergebnis.“ herrsching.online: „Wie hart werden die nächsten sechs Jahre werden?“ Schiller:  „Im Rückblick auf drei Legislaturperioden ist jede immer herausfordernder geworden.  Und ich glaube nicht, dass es die nächsten sechs Jahre einfacher wird.“
 

Unter den Anhängern von Grünen und BGH, die im Rathaus auf das Wahlergebnis gewartet hatten, herrschte eine gedrückte Stimmung, bei den Schiller- und CSU-Sympathisanten zeigte man sich von dem deutlichen Sieg eher überrascht. Viele Beobachter der Herrschinger Parteienlandschaften hatten mit einem engeren Rennen gerechnet, weil manche Bürgerinnen und Bürgern nach 18 Jahren einen Wechsel im Rathaus gefordert hatten. Auf die Filmregisseurin Casaretto entfielen 1880 Stimmen, das sind 34,5 Prozent, auf den Wahlgewinner 3574 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug in Herrsching 65,3 Prozent.

In einem Statement nach Verkündigung des Endergebnisses hat sich Karin Casaretto der Presse gestellt: „Ich habe mir durchaus ein besseres Ergebnis vorgestellt, weil ich auch sehr viel positive Resonanz im Wahlkampf bekommen habe. Aber ich bin leider nicht an eine bestimmte Gruppe von Wählerinnen und Wählern gar nicht herangekommen.“ herrsching.online: „Bedauern Sie, dass der amtierende Bürgermeister nicht zu einer gemeinsamen Diskussion bereit war?“ Casaretto: „Ich bedauere sehr,  dass es kein Duell gegeben hat mit dem Amtsinhaber. Schade fand ich auch, dass ich vor den Wahlen von vielen Vereinen eine Absage bekommen habe, während sich der Mitbewerber bei Vereinen noch einmal blicken ließ.  Es hieß immer: „Gerne, Frau Casaretto, aber bitte nach den Wahlen.“ Es bestand offensichtlich die Angst, dass die Vereinszuschüsse der Gemeinde in Gefahr seien, weil man mit mir unter einer Decke steckt.“ herrsching.online: „Gibt es auch positive Aspekte Ihres engagiert geführten Wahlkampfes? Casaretto: „Was ich als positiv empfinde, sind neu angefachte Diskussionen über Themen, die Herrsching bewegen.“ herrsching.online: „Immerhin haben Sie fast soviele Stimmen geholt wie bei der letzten Jahr alle drei Gegenkandidaten zusammen.“ Casaretto: „Das ist richtig.“

Hier die Wahlergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen:

Kath. Pfarrsaal: 70,3 Prozent Schiller, 29,7 Prozent Casaretto

Aula Realschule: 60,9 Prozent Schiller, 39,1 Prozent Casaretto

Realschule Foyer Dreifach-Turnhalle: Schiller 57,5, Casaretto 42,5 Prozent

Christian-Morgenstern-Schule, Martinshalle: Schiller 61,8 Prozeht Casaretto 38,2 Prozent

Christian-Morgenstern-Schule, Fahrschulraum: Schiller 58,4 Prozent, 41,6 Prozent

Breitbrunn: Schiller 62,6 Prozent, Casaretto 37,4 Prozent

Widdersberg: Schiller 62,3 Prozent, Casaretto 37,7 Prozent

Bei den Briefwählern lief es für die Herausforderin leicht besser: Sie holte bei den Wählern am Küchentisch 38,2 Prozent (Gesamt: 34,5 Prozent.)

herrsching.online bringt im Laufe des Abends Detailergebnisse und Statements beider Kandidaten.

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