Trübe Aussichten für eine wertvolle Organisation: Die Vorständinnen der Fachstelle für gewaltbetroffene Frauen sorgen sich um den Etat 2027. Von links: Ursel Wrede, die Gastgeberin für den Stand am verkaufsoffenen Sonntag, Monika Sedlmyr, und Liesel Baumann.

Fachstelle für gewaltbetroffene Frauen könnte das Geld ausgehen

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Das Wetter war zum Weinen, und diese Frauen auf dem Foto beschäftigen sich täglich mit einem Thema, das zu den dunklen Kapiteln unserer Gesellschaft gehört: Ursel Wrede und Liesel Baumann manangen die Hilfsorganisation „Frauen helfen Frauen“ im Kreis Starnberg. Der Verein unterhält eine Fachstelle für gewaltbetroffene Frauen. Beim verkaufsoffenen Sonntag in Herrsching präsentierte sich die Organisation wieder mit einer Tombola-Aktion vor dem Trachtengeschäft „Tracht & Zeitlos“ in der Mühlfelder Straße. Die Gewinne haben wieder Herrschinger Geschäftsleute gestiftet. Ursel Wrede äußerte sich im Gespräch mit herrsching.online eher pessimistisch über die Zukunftsaussichten des Vereins: „Wir hatten im letzten Jahr 25 Prozent mehr Beratungsgespräche mit gewaltbedrohten Frauen“, erzählte sie. Dabei ist die finanzielle Zukunft höchst prekär: „Für dieses Jahr haben wir vom Kreis Starnberg noch einmal die volle Unterstützung bekommen“, sagt sie, wie es aber im nächsten Jahr aussieht, sei höchst ungewiss: Dabei ist der Verein auf staatliche Unterstützung angewiesen – für die hilfesuchenden Frauen gibt es professionelle Beraterinnen. Ursache für die prekäre Lage ist ein Bundesgesetz, das die finanzielle Verantwortung für die Unterstützungs-Organisationen auf die Länder abwälzt. Und Bayern habe bisher noch nicht erkennen lassen, dass es dieser Verantwortung gerecht werden wolle. Da tat es den beiden Vorstands-Frauen gut, dass die Tombolalose von den Passanten fleißig gekauft wurden.

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