In der Mühlfelder Straße könnten Menschen mit Behinderung eine neue Heimat finden. Im Bauausschuss fragte der Verein „Zukunft trotz Handicap e.V.“ an, ob für das Grundstück Mühlfelder Straße 53 der Bauturbo in Betracht kommen könne. Möglich, dass in dem Haus sogar noch Zimmer für Tagespflege-Patienten eingerichtet werden können, sagte der planende Architekt im Bauausschuss. Die Gemeinde ist grundsätzlich mit den Plänen des Vereins einverstanden.
Das Konzept für das Haus soll in der nächsten Bauausschuss-Sitzung am 13. April vorgestellt werden. Gedacht ist an ein Heim mit Wohneinheiten von etwa 23 Quadratmetern. Der Grundstückseigentümer sei, so teilt die Gemeinde mit, bereit, einen städtebaulichen Vertrag mit dem Rathaus abzuschließen. In diesem Vertrag wäre dann die soziale Bindung des Anwesens geregelt. Auf dem Grundstück steht noch ein altes Haus, das dem Neubau weichen müsste. Geplant sei auch der Bau einer Tiefgarage.
Ein ähnliches Haus, so berichtete der Merkur aus dem Kreis Rosenheim, will der Verein ZTH in Nußdorf bauen. Das Projekt soll mit Unterstützung der Eltern finanziert werden. Die geschätzten Kosten für die Angehörigen beliefen sich auf rund 130 000 Euro – in Form eines zinslosen Darlehens. Verlässt ein Bewohner die Einrichtung wieder, bekämen die Angehörigen das Geld zurück. „Das ist kein Spekulationsobjekt. Wir müssen keine Gewinne erwirtschaften“, betonte die Vereinsvorsitzende Andrea Hanisch. „Unser Ziel ist, dort ein Leuchtturmprojekt zu verwirklichen“, sagt sie dem Merkur.



