Es wird in Herrsching keine Straßenumbenennungen geben. CSU, SPD, FDP und Bürgermeister haben gegen die Stimmen der Grünen und der Bürgergemeinschaft Herrsching beschlossen, dass weder die Madeleine-Ruoff-Straße in Keramikstraße noch die Erich-Holthaus-Straße in Gachenaustraße umbenannt wird. Als Grund für die Kehrtwende gaben Bürgermeister und CSU-Fraktionssprecher Bader an, die Anwohner hätten sich mehrheitlich gegen eine Umbenennung ausgesprochen. Weder mitdiskutieren noch mitabstimmen durften die Gemeinderäte Sigl, Welsch und Wolfgang Darchinger sowie die Gemeinderätin Hannelore Doch, weil sie in den betreffenden Straßen wohnen.
Bei einer früheren Bürgerbefragung mit 127 Einsendungen sprachen sich 79 (mit Partner/in 86) für neue Straßennamen aus. Das sind 62 beziehungsweise 67 Prozent). Die Umbenennung der Keramischen Straße in „Madeleine-Ruoff-Straße“ geschah während der zweiten Amtszeit Ludwig Schertels als Bürgermeister der Gemeinde Herrsching. Schertel war schon in den Jahren 1937 bis 1945 Bürgermeister gewesen und hatte einen guten Kontakt zu Madeleine Ruoff gepflegt. Er hatte auch die Verleihung der neugeschaffenen Bürgermedaille an sie initiiert.
herrsching.online wird am Dienstag ausführlich über Gemeinderatsdebatte berichten.



