Foto: Andy Schimpf

Polarlichter: Das Handy sieht mehr als das menschliche Auge

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In der Nacht auf Sonntag war viel Verkehr auf Herrschings Wegen abseits der Straßenbeleuchtung: Die Nachtwandler suchten Polarlichter am Himmel. Bis Mitternacht allerdings blieb der Himmel unspektakulär dunkel – wer die Illumination noch einmal sehen wollte, die den Himmel in der Nacht auf Samstag in ein violett-grünes Naturschauspiel verwandelte, guckte nur in die vertrauten Sterne. Augenzeugen der himmlischen Lichtspiele wie unser Fotograf Andy Schimpf stellten allerdings verblüfft fest, dass das wahre Ausmaß der Polarlichter mit bloßem Auge gar nicht zu sehen war – erst die Handyfotos offenbarten die ganze Farbenpracht.

Wie Fernsehen und Zeitungen (und alle wissenschaftlichen Schlaumeyer) ausführlich berichtet hatten, werden die spektakulären Polarlichter durch einen starken Sonnensturm der Kategorie G5 erzeugt. Mindestens 5 Sonnenstürme seien, so berichteten Wissenschaftler, auf dem Weg zur Erde gewesen. Aber wie hängen Sonnenstürme und Polarlichter zusammen? Die Sonne schleudert Plasmawolken ins Weltall. Treffen diese auf das Magnetfeld der Erde, verformt es sich. Elektrisch geladene Teilchen können parallel zu den Feldlinien des Erdmagnetfelds tief in die Erdatmosphäre eindringen – und dort Gasteilchen zum Leuchten anregen, das Polarlicht entsteht.

Der Gilchinger Tierretter Florian Hammers, der am letzten Samstag wieder mit seiner Spezialdrohne in Ellwang Rehkitze in Wiesen gesucht hat, um sie vor den Mähmaschinen zu retten (herrsching.online wird ausführlich darüber berichten), stellte fest, dass durch die Veränderung des Magnetfeldes die GPS-Messungen um mehrere Meter differieren können.

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