Herrschinger Grüne sammelten im Supermarkt//
„Andere sollen auch ein gutes Leben haben“, sagte der Mann, der fast seinen ganzen Einkauf im Edeka-Markt in den Spendenkorb legte, „außerdem muss ich abnehmen.“ Dabei strich er sich lachend über seinen Bauch. Ein anderer Herrschinger, der auch nicht zu den Großverdienern gehört, ging nach seinem privaten Einkauf noch einmal in den Markt zurück und packte dann mit vollen Händen Lebensmittel für die Tafel in den Spendenwagen. Die Grünen hatten am Samstag den Osterhasen für die Herrschinger Tafel bestellt: Viele Bürgerinnen und Bürger, durch das nasskalte Regenwetter eher nicht in Frühlingsstimmung, kauften trotzdem beherzt Nudeln, Konserven, Drogerie-Artikel, Süßigkeiten, Müsli, Milch und Kaffee für die Tafel und gaben dem tristen Tag ein bisschen Glanz und Menschlichkeit. Grünen-Mitglieder um die Vorsitzende Rita Mulert und die ehemalige Abgeordnete Ruth Paulig hatten die Kundinnnen und Kunden am Eingang auf den Spendenkorb aufmerksam gemacht. Und dann füllten sich die beiden Spenden-Rollies innerhalb von eineinhalb Stunden mit Waren im Wert zwischen 400 und 500 Euro. Auffällig war die herzliche Spendenbereitschaft bei vielen Herrschingern, die gewiss nicht mit dem Sechszylinder-SUV kamen. Ein großes Herz und große Motoren gehören mitunter nicht demselben Besitzer.
Sechszylinder-SUV / große Motoren / Spendenbereitschaft. Es erschließt sich mir beim bestens Willen nicht, warum solche Zusammenhänge konstruiert werden. Wurde kontrolliert, mit welchem Pkw die Spender vorgefahren sind?