Bürokratie bremst Neubau der Badestege

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So geht Bürokratieabbau: Die Gemeinde Herrsching muss beim Landratsamt Landsberg ihre vom Sturm zertrümmerten Stege neu beantragen. Wie der Bürgermeister in der Bauausschuss-Sitzung mitteilte, müssen Stege am Ammersee neu genehmigt werden, wenn mehr als ein Drittel der Holzkonstruktionen zerstört ist. Die Vorplanungen für neue Stege laufen inzwischen, das Rathaus rechnet mit Kosten bis zu 250 000 Euro. Eine Diskussion entspann sich über das neue Layout der Seewinkelstege. Der große alte Steg änderte mit zwei Knicken die Richtung um 45 Grad.

So sahen die Stege am Seewinkel vor dem großen Sturm im Dezember aus. Die Gemeinde will den großen Steg aus Kostengründen ohne Knicke wieder herstellen. Foto: Google Earth

Solche Knicke aber seien sehr teuer. Der Bürgermeister plädierte für eine preiswertere, gerade Lösung mit 2 T-ähnlichen Plattformen für Badende. Die Fachleute halten es außerdem für ratsam, sowohl den Steg am Seewinkel als auch die Badeinsel am alten Sportplatz um 50 Zentimeter höher zu bauen, damit Sturmwellen weniger Angriffsfläche haben. Der Breitbrunner Segelclub hat sich eine andere, allerdings arbeitsintensive Lösung einfallen lassen: Der Steg besteht aus kleinen, herausnehmbaren Holzplattformen, die im Herbst vor Beginn der Stürme entfernt und an Land gelagert werden. Den winterlichen Wellen sind dann nur die Pfähle und Querverbindungen ausgesetzt.

Ob die Stege in Herrsching rechtzeitig zur Badesaison wieder hergestellt sind, konnte der Bürgermeister nicht beantworten. Anderen Antragstellern sei eine Genehmigungsdauer von 2 Monaten mitgeteilt worden.

Die Badeinsel am Sportplatz ist nur noch ein trauriges Wrack. Die neue Insel soll höher gebaut werden, um den Wellen weniger Angriffsfläche zu bieten. Ob sie rechtzeitig zur Badesaison wieder hergestellt ist, kann die Gemeinde noch nicht sagen.

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