FSJ: Noch mal freiwillig zur Schule gehen

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FSJ ist keine missratene Abkürzung für Franz Josef Strauß, sondern steht für einen jungen Menschen, der ein Freiwilliges Soziales Jahr ableistet. Die Christian-Morgenstern-Schule in Herrsching hat am Freitag ihren FSJler stolz der Presse präsentiert: Korbinian Drexler unterstützt in der Grund- und Mittelschule lernschwache Schüler, hilft bei den Hausaufgaben und bei der Pausenaufsicht und kümmert sich auch um Schüler mit Migrationshintergrund. Bezahlt wird der Freiwillige aber weitgehend nicht vom Staat, sondern zum Teil von der Charity-Organisation Do it aus Planegg. Drexler bekommt 410 Euro Taschengeld. 500 Euro pro Jahr steuert auch die Gemeinde zum Taschengeld bei.

Die Initiative Do it e.V. ist eine Idee der Atlantik Networxx AG, einem Unternehmen aus Martinsried. Der gemeinnützige Verein unterstützt soziale Projekte und hilft Schwachen, Bedürftigen und in Notgeratenen. Der Vorsitzende Ottmar Flach und der 2. Vorsitzende Wolfgang Bäder hatten sich ebenfalls im Klassenraum der Klasse 2A mit der Klassenlehrerin Kathrin Hemkendreis eingestellt. Übrigens ist DO it auch Trägerverein der Herrschinger Tafel.

Die Jugendsozialarbeiterin Monique Nieuwenhuis und die Schulleiterin Katharina Casper haben bei dem Pressetermin die sozialen Probleme in den Schulen dargestellt: Inklusion, Integration und Digitalisierung seien zusätzliche Anforderungen an die Schulen. In den Grundschulen seien das Schülerverhalten und die Zusammenarbeit mit den Eltern besonders schwierig. Der Grund dafür, so die Jugendsozialarbeiterin Nieuwenhuis, liege in der besonders heterogenen Elternschaft an Grundschulen. Entsprechend schwierig sei es, sich mit den Eltern auf gemeinsame Erziehungsziele zu einigen.

Für die Freiwilligen, die sich zu einem sozialen Jahr verpflichten, gibt es neben dem Taschengeld noch andere Vergünstigung. So wird das Jahr bei bestimmten Ausbildungen und Studiengängen als Praktikum gewertet. Das Jahr wird von vielen Hochschulen und Universitäten auch als Wartesemester anerkannt. Außerdem genießen die Freiwilligen dank ihres Ausweises Ermäßigungen in Bus und Bahn, in Schwimmbädern und Freizeitparks. Neben dem Freiwilligendienst, der vom Freistaat eingerichtet wurde, gibt es auch den Bundesfreiwilligendienst. Diese Freiwilligen werden im Bereich Kultur, Soziales oder Sport eingesetzt.

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