Die Herrschinger Feuerwehr muss immer wieder mutwillig gelegte Brände am Seeufer löschen. Dieses Bild entstand im Januar beim Brand eines hohlen Baumstumpfes im Kurpark. Foto: Feuerwehr

Zündler am Gemeindesteg

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Immer wieder diese Strandzündler: Wie die Polizei jetzt berichtete, steckten am letzten Freitag abend „unbekannte Feuerteufel” in der Nähe des Gemeindestegs den Ast einer zurückgeschnittenen Silberweide an. Der Baum war 2016 wegen Stammesfäule bis auf den Stumpf zurückgeschnitten worden. Um Vögeln und Insekten Habitate zu bieten, bleiben solche Torsi oft stehen. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Feuer aber durch den vom See her wehenden Wind so stark angefacht, dass der „liegende Stamm zu einem regelrechten Schwedenofen wurde”. Die Feuerwehr Herrsching verhinderte durch „schnelles und kompetentes Eingreifen”, dass die Kracherl-Weide in der Nachbarschaft auch Feuer fing.

Mitte Januar diesen Jahres musste die Feuerwehr zu einem Brand an einer Schwarzpappel hinter dem Rosenpavillon im Kurpark ausrücken. „Wie ein großes Schwedenfeuer brannte ein hohler Zwillingsbaum”, schilderte David Bauer von der Feuerwehr Herrsching einen der mysteriösesten Brände der jüngsten Zeit. Der offenkundig hohle Stamm hinter dem Rosenpavillon im Kurpark hatte aus ungeklärter Ursache Feuer gefangen. Zur Brandzeit herrschte starker Wind auf dem Ammersee. Die Böen fachten das Feuer in dem Hohlraum immer wieder an.

Die Feuerwehr Herrsching hatte in der Brandnacht mit Kettensägen den Baumtorso geöffnet, um mit dem Löschwasser besser an die Glutnester zu kommen. Erst nach eineinhalb Stunden war der Brand gelöscht, die verkohlten Reste des Zwillingsbaums lagen noch am Feuerherd. Der große Schwester-Baum wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Ob das Feuer in dem Hohlraum absichtlich gelegt wurde, ist nicht bekannt.

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