Das Asyl-Containerdorf an der Goethestraße. Hier leben 120 Geflüchtete, darunter 56 Kinder, in 18 Familien. Einige Asylbewerber sind schon seit 7 Jahren in Herrsching. Sie arbeiten, die Kinder gehen hier zur Schule, haben Freunde und sprechen Deutsch.

Gemeinderat diskutiert über Container-Pachtvertrag

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BGH- und Grünen-Gemeinderäte erfolgreich: Das Thema wird noch einmal im Gemeinderat diskutiert//

Geh weida, Container, bleib steh’n. So ähnlich wie die Biermösl Blosn einst den Wald beschworen haben, will eine bisher unbekannte Zahl von Gemeinderäten den Asyl-Containern eine Gnadenfrist einräumen. Wie das Herrschinger Rathaus am Dienstagnachmittag mitteilte, diskutiert der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 28. November darüber, ob die Container ein Jahr länger bewohnt werden dürfen.

Den Antrag, den Pachtvertrag für das Containerdorf um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2024 zu verlängern, hatte der Asylhelferkreis mit seinem Sprecher Franz Bissinger bei der Gemeinde gestellt. Allerdings hatte es die Rathausspitze abgelehnt, das Thema noch einmal im Rat diskutieren zu lassen, weil es keinen neuen Sachstand gebe.

Christiane Gruber von der BGH hat den Asylhelfer-Antrag unterstützt

Der Antrag ging am 18. Oktober im Rathaus ein. In der Begründung des Helferkreises heißt es wörtlich: „Die Machtübernahme der Taliban und der Ukrainekrieg haben die Ausgangsbedingungen des am 17. Mai 2021 vom Gemeinderat befassten Beschlusses zur Beendigung des Pachtvertrags für die Gemeinschaftsunterkunft wesentlich verändert.” Die Suche nach neuen Unterkünften für die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in der Goethestraße werde durch den angespannten Wohnungsmarkt erschwert. Privat verfügbare Wohnungen seien kaum noch vorhanden. Vorübergehende private Mietverhältnisse würden in großer Zahl auslaufen.

Der Sprecher des Helferkreises, Franz Bissinger

Der Landrat, so heißt es in dem Schreiben des Helferkreises weiter, habe dem Runden Tisch Wohnen gegenüber erklärt, dass er an einer Verlängerung des Pachtvertrages des Containerdorfes interessiert sei.

2 Comments

  1. Ja, es beginnt wieder zu weihnachten und da erinnern wir Christen uns ja auch immer an die Herbergssuche einer Familie aus Nazareth, im Orient. In Breitbrunn findet durch die Ursberger Schwestern, katholische Ordensgemeinschaft, mit ihrem “Josefs Haus” offensichtlich die Uebererfuellung des helfenden Flüchtlingauftrages statt, sodass die Herrschinger Gemeinde keine Unterbringung für Fluechtende mehr braucht. Muss man so denken? Gut, dass einige Gemeinderatsmitglieder und ihre Fraktionen ihre veraltete Entscheidung vom letzten Jahr überdacht haben und dem Helferkreis helfen wollen. Geht es ums Prinzip oder um die Menschen und vielleicht braucht die Herrsching Gemeinde den Aufschub des Termins, um nicht überstürzt viele Menschen aus dem Ort rauszuschmeissen. Ein weiteres Jahr helfen ist besser als nur denverwaltungsmaessigen Auftrag zu erfüllen. Das kann man im nächsten Jahr immer noch machen. Heidi Körner

  2. Die Zahl der neu ankommenden Geflüchteten steigt, und die Presse berichtet, dass der Landkreis neue Standorte für Container-Unterkünfte sucht. Da wäre es doch widersinnig, eine bereits bestehende Gemeinschaftsunterkunft abzureißen. Sicher werden in der näheren Zukunft auch andere Gemeinden ihr bisheriges Soll übererfüllen, was die Aufnahme von Geflüchteten betrifft. Darauf kann man sich also kaum noch berufen.

    Ich denke auch, dass es nicht so schnell gehen wird mit dem Bau des neuen Krankenhauses, für das das Grundstück benötigt werden wird. Allein die Aufstellung eines Bebauunsplanes benötigt erfahrungsgemäß Jahre.

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