Das Fundament für das Holz-Kinderhaus am Fendlbach wird zur Zeit gegossen

Fundament fürs Kinderhaus wird gegossen

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Wo jetzt gerade die Betonmischer das Fundament gießen, soll im Herbst 2023 fröhlicher Kinderlärm zu hören sein: Bürgermeister Christian Schiller ist zuversichtlich, dass mit dem Beginn des Kindergartenjahres 2023/2024 das neue Kinderhaus am Fendlbach bezugsfertig ist. Die Bauarbeiten würden voll im Plan liegen. Am 6. Oktober wird er in einer Feierstunde den symbolischen Grundstein legen. Der alte Kindergarten Kunterbunt an der Rieder Straße wird dann ins neue Holzhaus neben der Polizei ziehen.

Das Kinderhaus für 144 Kita- und Kindergartenkinder wurde von Architekt Achim Füllemann als ökologisch korrektes Holzhaus konzipiert. Eine Tiefgarage hatte die Mehrheit des Gemeinderates, bestehend aus Grünen, BGH und FDP, verhindert.

Der Wunsch nach einer Untergrund-Verwahrung für Eltern- und Personalautos hätte beinahe den schönen Holz-Weg der Gilchinger Architekten verbaut. Weil das Grundwasser auf dem Grundstück hoch steht, „würde eine die Stahl-Beton-Wanne für die Garage förmlich aufschwimmen. Sie müsste nicht nur wasserdicht sein, sondern auch massiv beschwert werden. Dafür aber würde das Gewicht einer Holzbauweise nicht ausreichen”, warnte der verantwortliche Statiker im Gemeinderat.

Architekt Achim Füllemann ließ in der entscheidenden Gemeinderatssitzung keinen Zweifel daran aufkommen, welcher Lösung seine Sympathie gilt. Eine Stahl-Beton-Bauweise hätte

572 282 kgCO2/Äquivalent

mehr in die Atmosphäre geblasen. Fülleman hatte das anschaulich in Baum-Speicher   umgerechnet: Man bräuchte für diesen höheren CO2-Ausstoß den Baum-Speicherplatz von 31 793 Fichten (pro Jahr), um das klimaschädliche Gas zu binden. Der Gemeinderat hatte also die Wahl: eine üppige Tiefgarage und drüber ein Stahlbeton-Haus der konventionellen Machart mit miserabler Energiebilanz. Dazu Mehrausgaben von mindestens einer Million Euro. Oder ein energiesparendes Holzhaus mit etwas weniger Spielfläche und deutlich geringeren Baukosten.

Die Baukosten, das war die schlechte Nachricht in einer Gemeinderatssitzung im April, steigen aber auch ohne Tiefgarage rasant an. Die Baukosten waren von den Architekten auf 7, 3 Millionen veranschlagt worden. Nach den drastisch gestiegenen Materialkosten wurde der Kostenvorschlag im April auf 8,89 Millionen hochgeschraubt. Ob diese Schätzung der Inflation im Bausektor standhält, wagt auch Bürgermeister Schiller nicht vorherzusagen.

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