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Gemeinderat Mulert: Statt Bahnunterführung bessere Schrankentechnik

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Früher oder später sei eine Bahnunterfuhrung an der Rieder Straße unumgänglich, sagte Bürgermeister Schiller im herrsching.online-Interview. Der grüne Gemeinderat Gerd Mulert widerspricht in diesem Film vehement. Er hält eine Bahnunterführung für eine schlimme Umweltsünde – und für unbezahlbar.

Die Diskussion um eine S-Bahnunterführung hatte Fahrt aufgenommen, als die Region noch von einem 10- bis 12-Minutentakt träumte. Dann aber kam die Vollbremsung: Die neue Stammstrecke, die eine Verdoppelung des S-Bahn-Verkehrs erst ermöglicht , wird erst 2037 fertig – frühestens.  Trotzdem warnt Bürgermeister Schiller: „Bei einer Takterhöhung der S-Bahn werden die Autofahrer 20 Minuten pro Stunde an der Schranke stehen. Dazu kommen die Rangierfahrten, dazu kommen die Störungen.”

Der grüne Gemeinderat Gerd Mulert dagegen hält eine Bahnunterführung für kaum finanzierbar und zudem für eine ökologische Sünde. „Ein paar Minuten an der Schranke zu warten ist doch kein Verkehrsinfarkt.” Ein paar Meter weiter stehe man ja sowieso an der Ampel. „Tragisch ist das mit Sicherheit nicht.”

Das Hauptargument gegen eine Bahnunterführung sieht Mulert im Ressourcen-Aufwand. „Es werden Unmengen von Beton verbaut, es müssen Wasserpumpen da sein, die Grundwasser wegpumpen, es muss Tag und Nacht Licht brennen.” Das koste Unmengen von CO2.

Mulert glaubt allerdings, dass die Schrankentechnik in Herrsching nicht auf dem allerneuesten Stand ist. Warum anderswo die Schranken erst 30 Sekunden vor der Zugdurchfahrt zugehen, fragt er sich.

Und was, Herr Mulert, wird die Machbarkeitsstudie sagen, die das Straßenbauamt gegen Ende des Jahres veröffentlichen wird?

Mulert ist sich sicher, dass in der Studie auf die Verzögerung der zweiten Stammstrecke hingewiesen wird. Vehement plädiert er dafür, dass man Herrschings Entwicklung nicht vom Warten auf eine S-Bahnunterführung abhängig machen dürfe. Wie berichtet, will ein großer Teil des Gemeinderates das Gelände der Bofrosthalle für soziale Wohnprojekte nutzen. Dieses Gelände würde aber – vermutlich – beim Bau einer Unterführung gebraucht werden. „Die Nutzung des Bofrost-Geländes kann doch nicht so lange warten”, sagt Mulert im Interview. Man wisse auch nicht, ob man eine zweispurige Strecke brauche. „Ich hoffe darauf, dass die Studie zu dem Schluss kommen wird: Die Kosten sind zu hoch, der Ertrag ist zu gering.”

6 Comments

    • Könnte der/die Vertreter/in von „Pro Natur“ sich bitte mit Klarnamen zu erkennen geben?
      Das Statement wirkt sonst sehr allgemein und unpersönlich.

  1. Wohltuend klare Aussagen von Herrn Mulert zu der Thematik statt der verschwurbelten Statements des BM, der den Individualverkehr ausbremsen will, im selben Moment die zukünftige Leistungsfähigkeit der Staatsstraße betont und für den (mal wieder) Umweltaspekte und unser aller Portemonnaie keine Rolle spielen.

    Spannend wäre zu wissen, wie die jüngeren MitbürgerInnen über „die Schranke“ (auch im übertragenen Sinne) denken?

    (Wir) alle die sich bisher zu Wort melden, wären in 15 Jahren wahrscheinlich froh, ein paar Minuten länger mit dem Rollator vor der Schranke pausieren zu dürfen.

  2. Ich verstehe die Diskussion um eine Bahnunterführung nicht. Aufgrund der hohen Kosten, dem hohen Aufwand und natürlich dem ökologischen Disaster sollte vielmehr über Alternativen diskutiert werden. Warum kann der Bahnhof nicht um ein paar 100 Meter verlegt werden vor die Schranke? So könnte auf dem jetzigen Bahnhofsplatz bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden sowie Cafés und kleine Läden…. Eine kleine schöne Fußgängerzone, was meiner Meinung nach noch fehlt in Herrsching.
    Was spricht gegen eine solche Verlegung des Bahnhofs vor die Schranke?

  3. Lassen wir Herrn Bürgermeister Schiller doch weiter träumen. In seiner Amtszeit werden mit Sicherheit keine Entscheidungen mehr fallen.

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