Im Einsatz bei den Suchaktionen war ein Hubschrauber der Polizei. Der ADAC-Rettungshubschrauber wurde zum Glück nicht gebraucht

Gedankenlose Schwimmer lösen teure Suchaktion aus

1 min read

Hubschrauber, Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei suchen Schwimmerin und Schwimmer: Die ließen es sich auf einem Boot und auf dem Uferweg derweilen gut gehen//

Am Sonntag ging bei der Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck ein Anruf zweier besorgter Badegäste am Ammersee ein. Eine Frau war etwa drei Stunden vor der Meldung mit ihrem Hund zum Schwimmen in den Ammersee bei Breitbrunn gegangen und hatte alle ihre Sachen wie Rucksack und SUP-Board am Ufer zurück gelassen. Da die Frau nach über drei Stunden noch nicht zurückgekehrt war, rief ein Herrschinger Paar bei der Polizei an. Sofort startete eine großangelegte Suchaktion nach Frau und Hund. Die Freiwillige Feuerwehr, der Rettungsdienst, ein Polizeihubschrauber und zahlreiche Boote der umliegenden Wasserwachten waren beteiligt. Auch Taucher der Wasserwacht standen bereit.

Die Herrschinger Wasserwacht berichtete: „Unsere Bootsbesatzung machte sich direkt auf den Weg und parallel wurde die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck über die Meldung informiert. Sofort alarmierte diese weitere Wasserwachten, Taucheinheiten, die Drohne der Kreis-Wasserwacht Landsberg, ein Hubschrauber der Polizei und die Feuerwehr Breitbrunn. Um einen möglichst großen Bereich auf dem Wasser abzusuchen, wurden mehrere Abschnitte mit insgesamt neun Booten gebildet. Hierbei koordinierte unser „Herrsching 99/1″ die Suchkette mit zeitweise sechs Booten.“
Nachdem die Einstiegsstelle der Frau in den See zunächst unklar war, entdeckte der Polizeihubschrauber schließlich ihre Sachen am Ufer. Kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte an der Einstiegsstelle tauchte die Vermisste überraschend an der Einstiegsstelle wieder auf. Die 58-Jährige Münchnerin war zu einem im Bojenfeld festgemachten Boot eines Bekannten geschwommen und hatte dort eine längere Pause eingelegt. Auch ihr Hund fand sich wieder wohlbehalten am Ufer ein.

Nur kurze Zeit später erreichte die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck ein erneuter, ähnlich lautender Anruf: Ein 21-jähriger Mann wurde von aufmerksamen Badenden in Buch am Ammersee vermisst. Der junge Mann, selbst Wasserretter bei der Wasserwacht Schwabmünchen, hatte den Ammersee von Schondorf nach Buch schwimmend durchquert. Auch in diesem Fall wurden zahlreiche Rettungskräfte der Wasserwacht, des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und ein Polizeihubschrauber zur Suche alarmiert. Eine gute halbe Stunde später konnte jedoch auch in diesem Fall Entwarnung gegeben werden: Der Mann ging dann doch lieber zu Fuß auf dem Uferweg zurück nach Schondorf, wo er zu seiner Überraschung wahrnahm, dass er eine groß angelegte Suchaktion ausgelöst hatte.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Aktuellste Meldungen

WAHLTICKER

Wahlkampf-Schlammschlacht: In ein paar gestammelte Sätze passt nicht die ganze Wahrheit 24. Februar: Die Wahl kommt

Mensa ersetzt Mutti

Jetzt gibt’s richtiges Essen für die Gymnasiasten/Tierische Eiweiße werden weitgehend durch pflanzliche ersetzt, dafür gibt’s Gemüse