Ein Prachtexemplar von einer Schaumkrone. Wahrscheinlich aber kein Produkt der Natur, wie sie etwa Huminsäuren in Humusböden bilden. In diesem „Kuchen" könnten giftige PFC-Verbindungen stecken. Fotos: Preisinger

„Da haben wohl unsere Nachbarn etwas eingeleitet”

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Entwarnung am Kienbach. Die letzten Wasserproben, die das Wasserwirtschaftsamt im Bach und im See gezogen hatte, enthielten keine giftigen perfluorierten Kohlenwassserstoffe mehr. Dies gab Bürgermeister Schiller in der Gemeinderatssitzung bekannt. Wie herrsching.online berichtete, entdeckte die Kienbach-Anwohnerin Angelika Preisinger an mehreren Tagen kleine weiße bis gräuliche Schaumfetzen, die sich fettig anfühlten. Auf erste Alarmsignale hatten, so Preisinger, die Behörden nicht oder nur unzulänglich reagiert. Die Herrschingerin berichtete herrsching.online, dass sie seit September letzten Jahres keine Forellen mehr im Bach gesehen habe. Bürgermeister Schiller kündigte weitere Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamtes an. Die negativen Untersuchungsergebnisse kommentierte Schiller trocken: „Es ist schwer davon auszugehen, dass da unsere Nachbarn etwas eingeleitet hatten.”

Angelika Preisinger hatte beobachtet, dass immer nach einem Starkregenereignis diese Schaumwolken zu sehen waren. „Es erschien uns so, als kippe der Verursacher nach heftigen Regenfällen die Chemiebrühe in den Bach, damit sie möglichst schnell abfließt und ordentlich verdünnt wird.”

Im Menschen binden PFC wie zum Beispiel Perfluoroktansäure Proteine in Blut, Leber und Niere. Besonders kritisch zu bewerten sei die Weitergabe der PFC von der Mutter zum Kind während der Schwangerschaft und Stillzeit. Epidemiologische Studien ließen den Schluss zu, dass diese Stoffe eine verringerte Antikörperantwort auf Impfungen bewirken können, schreibt das Bundesumweltamt. Das Krebsrisiko sei bisher noch nicht bewiesen.

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